Weinkellerei in Tramin/Südtirol
Zweiläufige repräsentative Treppe
Im Weinort Tramin, Heimat des Gewürztraminers, wurde über einen kleinen Gutachterwettbewerb das nicht mehr vorhandene frühere Mesnerhaus neu geplant. Direkt neben der Kirche sollten ein Neubau mit einem Weinlager und einer Weinverkaufstelle entstehen.
Die Gewinner aus diesem Wettbewerb mussten nicht nur umfangreiche städtebauliche Denkmalpflege-Vorgaben wie Gebäudekontur, Grabendach, etc. beherzigen, sondern auch ein umfangreiches Raumprogramm in dem turmartigen Gebäude unterbringen.
Auf sechs Geschossen werden ein Barriquelager, ein Flaschen- und Kartonagelager, eine Wohnnung, die auch für Repräsentationen genutzt werden soll, sowie Betriebsräume untergebracht.
Treppe
Die verbindende Treppe musste den multifunktionalen Bedürfnissen der Weinkellerei genügen. Sie musste zum einen repräsentativ genug sein, um zur Degustation eintreffende Besucher in einer zeitgemäßen Architektursprache zu empfangen und die Firmenphilosophie, die sich zu neuem Marketing hinorientierte, verdeutlichen. Zum anderen musste sie auch dem rauen Betrieb eines Weinlagers standhalten können.
Robuste Fertigteiltreppen aus Beton mit aufgemörtelten Betonfertigteilen sorgen für rutschfesten Tritt. Geländer-Pfosten aus Edelstahl Rundrohr mit nach innen verkröpften Handläufen tragen über angeschweißte Laschen eingenutete Paneele aus verleimten Vollholztafen.
Die Beleuchtung wurde in die farbig lasierten Betonwände eingelassen.
Bildnachweis: Walter Niedermayr
Bautafel
Architekten: A5 Walter Angonese & Markus Scherer, I-Bozen
Mitarbeiter: Zeno Bampi,
Bauherr: Weinkellerei Hofstätter
Standort: Tramin, Italien
Fertigstellung: 1999
Treppentyp: Zweiläufige Treppen