Nissan Showroom in Tokio

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Spindeltreppe mit Blechwangenbrüstung

In einem der teuersten Einkaufsviertel der Welt, der Ginza, in Tokio findet man westliche und östliche Shops mit erlesenen Raritäten Tür an Tür. Seidene Kimonos und Schweizer Uhren, Pariser Parfum und italienische Feinkost: hier findet sich alles, was das globale Herz des Jetsets höher schlagen lässt.
Es ist verständlich, dass im Laufe der Zeit "hippe" Architekturbüros aus aller Welt, vonehmlich aber japanische Avantgarde, mit dem Shopdesign in dieser globalen Flaniermeile betraut wurden. Eine Mattglas-Fassade der jungen Japanerin Kazuyo Seijima findet sich ebenso wie eine Glasbausteinfassade, gestaltet von Renzo Piano´s Building Workshop aus Genua. So hat auch der japanische Autohersteller Nissan einen jungen Architekten beauftragt einen hyper-futuristischen Autosalon einzurichten, der es mit jenen der Import-Automarken aus Übersee aufnehmen kann. Auf zwei Geschossen zeigt sich das Ladendesign mit abgerundeten Ecken, Aluminium-Wellprofilen und blockhaften Internetterminals als Reminiszenz an die Raumschiff-Orion Visionen der 70er Jahre. Damit wollte der japanische Autohersteller bewusst auf die Designvorlieben der jungen Internetgeneration eingehen, die sich immer mehr an westlichen "Vorbildern" orientiert.

Treppe
In einer geschwungenen Raumausbuchtung, deren Wände mit weiß einbrennlackierten Aluminium-Wellpaneelen verkleidet sind, führt eine Stahl-Spindeltreppe in den oberen Showroom. Die Spindel besteht aus einem relativ dicken Hohlrohr, das ebenfalls weiß lackiert ist.
Die Trittstufen aus gefalteten Edelstahlkantblechen tragen gleichzeitig eine Blechmantelbrüstung, ebenfalls aus poliertem Niro-Stahlblech.
An der Innenseite des Brüstungsmantels dient ein radial gekröpfter V2A-Flachstahl als Handlauf.

Bildnachweis: Anna Blau, Wien

Bautafel

Architekt: Akihito Fumita, Tokio
Bauherr: Nissan Ltd., Tokio
Standort: Ginza, Tokio
Fertigstellung: 2002
Treppentyp: einläufige Spindeltreppe