Jahrtausendblick in Steinbergen
Himmelstreppe
Im Zuge der Außenstätten der EXPO in Hannover wurde das Projekt vom damaligen Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Gerhard Schröder, in die Liste der dezentralen EXPO-Projekte mitaufgenommen.
Der stillgelegte Kalk-Steinbruch sollte renaturiert werden und in einen Landschaftspark zurückgeführt werden.
Als Zeichen dieses Parks sollte ein vom ehemaligen Gründungsmitglied der Gruppe "Hausrucker&Co." vorgeschlagenes Projekt einer Aussichtsplattform dienen.
In Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Steinbruchbesitzer entwickelte sich dieses Projekt zu einer echten Himmelstreppe.
Treppe
156 Stufen hoch ist der Aufstieg, unterbrochen von nur zwei Podesten.
Der untere Keil bis zum zweiten Podest besteht aus einem Bruchsteinmauerwerk (mit Stahlbetonversteifungen). Das zugehörige Material stammt aus dem stillgelegten Steinbruch.
Das letzte Drittel steht auf einem verzinkten Stahlgerüst.
Die Trittstufen bestehen aus Gitterrosten, die Geländerfüllungen aus verzinkten Drahtgeflechten.
Nach Erreichen der Plattform, bieten 10 dazu quergestellte Stahlrahmen, die mit Glasplatten bestückt sind, dem Besucher einen weiten Blick auf das umliegende Panorama - analog zu Diapositiven gerahmte Schnappschüsse.
Bildnachweis: Michael Reisch
Bautafel
Architekt: Gunter Zamp Kelp, Berlin Düsseldorf
Projektleitung: Andreas Grosz, Köln
Mitarbeiter: Thomas Mitterer-Kuhn, Götz Leimkühler, Beate Mack, Roland Brieke
Tragwerk: Arup. Düsseldorf, Dr.Naumann, Köln, Verroplan, Bretten
Bauherr: Sparda Bank Münster
Standort: Schaumburger Steinbrüche GmbH
Fertigstellung: 2000
Treppentyp: Einläufige Treppen mit Zwischenpodest