Reitanlage in Rinkerode

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Durchgehende Lichtbänder für viel Tageslicht

Eingebettet in die weite Münsterländer Landschaft liegt die Reitanlage Ashege. Sie ähnelt in ihrer Gestaltung anderen Höfen in Westfalen und besteht aus verschieden großen Gebäuden, die in einem rechtwinkligen System um einen zentralen Hof gruppiert sind. Das Hauptgebäude, hier eine sehr lichte Reithalle, ist Nord-Süd ausgerichtet.

Innerhalb eines strengen Rasters von 4 x 4 m sind die Gebäude eher spielerisch zueinander versetzt. Verbunden sind sie durch zwei parallele Arkadengänge, die eine regengeschützte Erschließung ermöglichen. Sie verklammern die Einzelbauten miteinander und machen den Hof zu einem internen Zentrum. Zwischen den Gebäuden ergeben sich immer wieder überraschende Ausblicke in die Landschaft.

Die eingesetzten Materialien sind reduziert: Betonfertigteile für die Wände, Holz für die Dachkonstruktionen und Eichenholz für die Verschalungen der Wände. Die sparsame Materialität vermittelt dem Hof Ruhe und Klarheit.

Lichtkonzept
Grundlegender Ansatz der Lichtplanung war ein möglichst hoher Tageslichtanteil für alle Bereiche des Hofes. Dies wurde mit durchgehenden Lichtbändern für alle Gebäude erreicht. Besonders hell wirkt die Bewegungshalle, die zusätzlich an den Längsseiten verglast ist.

Einfache Langfeldleuchten innerhalb des Rasters illuminieren die Gebäude und Arkaden in der Nacht. Die Bewegungshalle ist mit 250 W Standardhallenleuchten mit Energiesparlampen ausgestattet. Die Oberlichter wandeln sich in der Dämmerung vom Lichtspender zu Beleuchtungselementen.

Bautafel

Architekten: Heupel Architekten, Münster
Projektbeteiligte: Holzbau Brüggemann, Neuenkirchen (Holzbau); Bauunternehmung Rosery, Sendenhorst-Albersloh (Rohbau); Eudur-Bau, Herzebrock-Clarholz (Betonfertigteile)
Bauherr: Ehepaar Rempen
Fertigstellung: 2007
Standort: Drensteinfurt-Rinkerode
Bildnachweis: Andreas Heupel (1,4); Thomas Rempen (2,3)

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