Glock-Haus in Düsseldorf

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Zutrittskontrollsystem im Beschlag

Im Norden Düsseldorfs wurde als Ersatz für ein 35 Jahre altes Hochhaus ein neues modernes Bürogebäude mit ca. 22.000 m² (inkl. 7.800 m Tiefgarage) errichtet. Vom Essener Architekturbüro Nattler geplant, entstanden zwei sechsgeschossige Gebäude, die durch ein quer dazu stehendes, gläsernes Foyer verbunden werden. Im Foyer sind Treppen, Aufzüge und eine Lichtplastik über alle Etagen angeordnet.
Es folgt ein durch die beiden Hauptgebäude geformter Hof, eine 22 x 70 m große Glaswand schließt diesen Bereich und die angrenzenden Büros als Doppelfassade ab und dient somit gleichzeitig als Schallschutz zur dahinter liegenden, stark befahrenen Ürdinger Straße.
Das in Stahlbeton-Skelettbauweise gebaute Glock-Haus lässt sich in 22 getrennte Büroeinheiten unterteilen, was eine hohe Flexibilität und freie Raumeinteilung ermöglicht. Die Materialien Glas, Stahl, Holz und Naturstein dominieren im Innen- und Außenbereich, die Fassaden sind aus Glas und weißem Granit.

Sicherheitstechnik
Passend zu der klaren Architektursprache sollte auch das Sicherheitssystem modernsten Ansprüchen genügen und sich harmonisch in den Gesamtentwurf einfügen. Ausgerüstet ist das Glock-Haus nun mit dem Zutrittskontrollsystem Salto: Das schmale Schild des Beschlags lässt sich auf jede Art von Tür montieren. Im Inneren des Beschlags sind vier normale AAA-Batterien, die während des Öffnungsvorgangs die integrierte Entscheidungselektronik mit Energie versorgen. Erst auf den zweiten Blick wird der oben im Beschlag eingesetzte Identmittel-Leser wahrgenommen, der den Beschlag von einem normalen Türschild unterscheidet. Das mobile Gegenstück dazu ist der sogenannte i-Button: ein kleiner Knopf, der alle notwendigen Informationen, die seinen Benutzer als zugangsberechtigt ausweisen, enthält. Ein kurzer Kontakt von i-Button und Leser, und der Zutritt wird freigegeben.
Im Gegensatz zum Schlüssel eines mechanischen Schließsystems kann der i-button erheblich mehr: z.B. im Falle eines Diebstahls oder Verlustes kann er innerhalb von Sekunden aus dem System ausgelesen werden und ist für den Finder praktisch wertlos. Genauso schnell lässt sich ein Ersatz-Button programmieren, damit der Nutzer weiterhin Zutritt zu den Räumlichkeiten hat. Das aufwändige Austauschen von Schließzylindern oder gar ganzen Schließsystemen ist nicht mehr notwendig.

Was ist das Entscheidende bei einem Zutrittkontrollsystem? Zum einen können unterschiedlichen Nutzern unterschiedliche Berechtigungen zugewiesen werden, zum anderen kann das System an Veränderungen ohne Schwierigkeiten angepasst werden, und schließlich ist es möglich, alle Vorgänge lückenlos zu dokumentieren. Deshalb war es beim Glock-Haus sinnvoll, einen EDV-gestützten Schließplan zu erstellen. Mit einem portablen Programmiergerät werden die Leser an den Beschlägen mit der Ausgangsinformation versehen und die Buttons konfiguriert. Alle später erfolgten Neuinformationen werden dann durch den i-Button bei Gebrauch an den Türleser weitergegeben, so dass auch ohne direkte Verbindung mit der Computersoftware die Beschläge immer auf dem neuesten Informationsstand sind. Das Programmiergerät dient auch dazu, alle Zutrittsvorgänge auszulesen und an einen PC zu übertragen.
Falls es im Gebäude Mieter mit viel Publikumsverkehr gibt oder aus anderen Gründen bestimmte Türen zu bestimmten Zeiten geöffnet bleiben sollen, lässt sich das durch die Funktion „automatisches Office“ programmieren.

Bautafel

Architekten: Nattler, Essen
Projektbeteiligte: Baresel, Stuttgart (Generalunternehmer); EVVA, Wien/A (Zutrittskontrollsystem)
Bauherr: Redevco Services Deutschland vertreten durch Tecura Grundstücksverwaltungsgesellschaft, Düsseldorf
Fertigstellung: 2001
Standort: Georg-Glock-Straße 8, Düsseldorf
Bildnachweis: Nattler, Essen (1,2,3); EVVA, Wien/A (4)

Architektenprofil

nattler architekten
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