Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Wien/A
Erweiterbares, besonders sicheres mechanisches Schließsystem
Im Südwesten von Wien als Teil des Bezirks Mariahilf liegt Gumpendorf. Hier wurde im Jahre 1832 die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul gegründet. Zugleich entstand das Krankenhaus der Ordensschwestern, bis heute ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung in der österreichischen Hauptstadt. Betreiber ist die Vinzenz Gruppe, einer der größten nicht öffentlichen, gemeinnützigen Träger Österreichs mit sechs weiteren Hospitälern verschiedener Ordensgemeinschaften
Neben den grundlegenden Abteilungen hat sich das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Wien auf die Bereiche Kardiologie, Stoffwechselerkrankungen, Osteoporose, Orthopädie, Proktologie, Wundheilungsstörungen und Psychosomatik spezialisiert. Mit 206 Betten und einem großen Ambulanzbereich werden hier nicht nur Patienten der umliegenden Bezirke, sondern auch solche von außerhalb versorgt. Die durchgehend hochwertige Ausstattung des Hauses, die eher an ein gehobenes Hotel denn an ein Krankenhaus denken lässt, der ganzheitliche Anspruch mit dem Anliegen, die Patienten in den Mittelpunkt zu stellen und die intensive Zusammenarbeit aller medizinischen Abteilungen begründen eine vergleichsweise hohe Qualität der Versorgung.
Seit wenigen Jahren dient das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern auch als akademisches Lehrkrankenhaus, in dem Medizinstudenten aus Wien praxisnah auf ihre spätere Tätigkeiten vorbereitet werden. Außerdem gehören eine Krankenpflegeschule, eine Akademie für Gesundheitsberufe, ein Alten- und Pflegeheim und selbstverständlich eine Klosterkirche zum Gebäudekomplex.
Sicherheit
Etwa seit der Jahrtausendwende wurde das Hospital in verschiedenen Etappen saniert, erweitert und auf den neuesten technischen Stand gebracht. In diesem Zusammenhang wurde die mechanische Schließanlage, die sich in den übrigen Bereichen seit Jahren bewährt hat, deutlich erweitert. Sie sichert nun auch den kürzlich ergänzten Verwaltungsbereich mit Apotheke, Küche und Lager des Krankenhauses.
Die insgesamt sechs verschiedenen Teile des Gebäudekomplexes erfordern ein Schließsystem, mit dem sich umfangreiche Hierarchien mit vielfachen Kombinationsmöglichkeiten untereinander durchführen lassen. Eingesetzt wurde ein nicht kopierbares, über mechanische und magnetische Codierungen dreifach gesichertes und patentiertes Schließsystem. Jedes Schloss und jeder Schlüssel sind hier ein Unikat und es bleibt aufgrund seiner Modulbauweise beliebig erweiterbar. Die eingebauten, besonders dauerhaften Magnete lassen sich mit herkömmlichen Mitteln nicht manipulieren bzw. entmagnetisieren. Die Zylinder sind speziell gegen Abtasten und durch Elemente aus Hartmetall gegen Aufbohren oder das Ziehen des Zylinderkerns geschützt.
Die Vielzahl unterschiedlicher Funktionen und Anforderungen innerhalb des Krankenhauses wie Zugangstüren, Flucht- und Paniktüren, Türen zu Büros, Patientenzimmern, Kellern und Garage sowie Schlösser für Briefkästen, Gift- und Medikamentenschränke, Wertbehältnisse, Fenster und Aufzüge gewährleistet damit ein einziges Schließsystem. Unterschiedliche Abteilungen und Gruppenbildungen lassen sich beliebig einrichten - in diesem Falle fast 30 Verwaltungsgruppen mit diversen Untergruppen. Das mechanische System bildet das Fundament der Gebäudesicherung; es lässt sich jedoch mit einer elektronischen Schließanlage kombinieren.
Bautafel
Projektbeteiligte: Evva, Wien/A (Schließsystem MCS)
Bauherr: Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management, Wien/A
Standort: Stumpergasse 13, Wien/A
Fertigstellung: 2009
Bildnachweis: Vinzenz Gruppe, Wien/A
