Landesvertretung Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in Berlin

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Kontrastierende Farb- und Texturabfolge

Im Februar 2000 wurde in Berlin der Grundstein für die vom Hamburger Büro v.Gerkan Marg und Partner (gmp) geplante Landesvertretung Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns gelegt. Die Architekten hatten 1998 den zweiten Preis eines europaweit ausgeschriebenen Wettbewerbs gewonnen und waren nach einer Überarbeitungsphase mit der Planung beauftragt worden.
Die Landesvertretungen residieren in zwei unabhängigen Baukörpern und sind durch eine gemeinsame, mehrgeschossige Halle miteinander verbunden. Aus städtebaulichen, funktionalen und lichttechnischen Gründen sind diese Flügel jedoch nicht symmetrisch. Auch ist einer der Seitenarme um ein Geschoss niedriger.
Im Untergeschoss befinden sich zwei landestypische Lokale, darüber sind ebenerdig die Veranstaltungsräume angeordnet. Im ersten Obergeschoss arbeitet der Innere Dienst, im zweiten die Referate und im dritten die Leitungen der beiden Landesvertretungen.
Die Freiflächen des Grundstücks betonen in ihrer Gestaltung die föderative Struktur, sie bilden eine gemeinsame Gartenanlage für die individuellen Gebäudeteile. Topographische Modulationen, Wasserflächen und heimische Gehölze schaffen den beiden Bundesländern entsprechende heimatliche Bezüge.

Schiefer
Stahlbeton bildet den konstruktiven Rahmen für die beiden symmetrischen Baukörper, die mit 4 cm starken spaltrauen Schieferplatten in strengem Raster verkleidet wurden. Befestigt sind die Platten an Edelstahlankern, die eine Dämmschicht aus Steinwolle sowie einen Hohlraum von 9 cm zur Hinterlüftung überbrücken.
Materialwahl und tektonische Struktur sollen den Brandenburg-preußischen Anteil herausstellen.
Eine Ebene zurückversetzt sind rötliche Holz-Schiebefenster und Bootsbaupaneele als Fensternischen aus Meranti angeordnet, welche den "nordischen Charakter" Mecklenburg-Vorpommerns repräsentieren sollen. Eine Schutzleiste aus Sicherheitsglas schließt das Fensterelement nach innen ab und dient als Absturzsicherung der fast bodentiefen Fenster. Als Bodenbelag wurde im Innern der Gebäude Rehlinger Kalkstein gewählt.

Bautafel

Architekten: von Gerkan, Marg und Partner (gmp), Hamburg
Projektbeteiligte: Köber & Partner, Brandenburg (Tragwerksplanung); Saalburger Marmorwerke, Saalburg (Steinverlegung); Kraft-Wehberg, Berlin (Freianlagenplanung)
Bauherr: Land Mecklenburg-Vorpommern und Land Brandenburg, Sonderbauleitung Potsdam
Fertigstellung: Oktober 2001
Standort: In den Ministergärten 1-3, 10117 Berlin
Bildnachweis: Johannes Marburg

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