Werratalbrücke, Meiningen/Eisfeld

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Stahlverbundkonstruktion mit unterschiedlichen Längs- und Querneigungen

Die Durchquerung des Thüringer Waldes im Zuge der neuen BAB A 71 zählt derzeit zu den technisch aufwändigsten Neubauabschnitten innerhalb Deutschlands. Darunter fällt auch die aus bautechnischer Sicht äußerst anspruchsvolle Überquerung der Werra mittels einer 1.200 Meter langen Stahlverbundbrücke.
Dies bedeutet, dass auf im Voraus hergestellten tragenden Hohlkästen aus Stahl eine Stahlbeton-Fahrbahnplatte mit entsprechender Auskragung zu betonieren ist.

Das Bauwerk führt in einer maximalen Höhe von 24 m über das Werratal. Die Brücke quert die Werra, die Bundesstraße B 89 Meiningen-Eisfeld, die Eisenbahnstrecke Meiningen-Eisfeld, zwei Wirtschaftswege und einen Bach (Mühlengraben). Außerdem kreuzen im Bauwerksbereich zwei Energieversorgungs-Freileitungen und zwei
Trinkwasserleitungen die Autobahntrasse. Die südliche Trinkwasserleitung befindet sich im Wirtschaftsweg am Eichberg und wird zusammen mit dem Weg vor das
Brückenwiderlager umverlegt.

Schalung und Gerüste
Beim Herstellen der Stahlbeton-Fahrbahnplatte geht es im Wesentlichen darum, die nach unten wirkenden Lasten aus dem Betoniervorgang direkt seitlich oder von oben in die vorhandenen Stahl-Hohlkästen einzuleiten. Das Verschieben der Schalung in den nächsten Betonierabschnitt unter der fertigen Fahrbahnplatte bedarf einer eigenen Lösung, ebenso wie die unterschiedlichen Längs- und Querneigungen der Brücke und die statisch notwendigen Überhöhungen. Hier wurden für die 51 Betonierabschnitte zwei DOKA-Verbundschalwagen mit je 30 m Länge von der ARGE eingesetzt.
Wichtig für die Sicherheit der Mannschaft und für die Bestandteile der Baustelleneinrichtung beim Arbeiten in 35 Meter Höhe über dem Talgrund ist das sofortige und schnelle Anbringen der Absturzsicherungen an den freien Rändern der Fahrbahnplatte. Bei diesem Projekt in Form von Schutzgeländerzwingen T.

Bautafel

Architekten: Autobahnamt Thüringen
Projektbeteiligte: ARGE Werratalbrücke, Bilfinger+Berger, Mannheim; Ingenieurbau Süd und Brückenbau, Plauen; DOKA, Maisach
Bauherr: Bundesrepublik Deutschland
Fertigstellung: 2003
Standort: Werratal in Thüringen
Bildnachweis: DOKA, Maisach