Wasserstraßenkreuz, Magdeburg

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Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 17

Ein früherer Plan die Flüsse Oder und Rhein durch eine schiffbare Wasserstraße zu verbinden wurde nach der Deutschen Einheit wieder aufgegriffen, überarbeitet und nun in die Realität umgesetzt.
Der Ausbau besteht aus mehreren Einzelprojekten, bei denen insgesamt ca. 340.000 m² Schalungsleistung zu erbringen war.
Mit der längsten Kanalbrücke Europas wird die direkte Verbindung zwischen dem Elbe-Havel-Kanal und dem Mittelland-Kanal geschaffen. Das Bauwerk besteht aus der 690 m langen und 34 m breiten Vorlandbrücke, auf 17 schiffbugförmig geschwungenen Pfeilern sowie der Strombrücke, welche die neue Wasserstraße auf zwei Pfeilerpaaren mit einer Länge von 228 m über die Elbe führt.

Zwei Schleusen als weitere Bauwerke sorgen für den Anschluss an die Magdeburger Häfen und dafür, dass die Schiffe die richtige Höhe für die jeweilige Weiterfahrt auf den anschließenden Wasserstraßen bekommen.

Schalungskonzept
Die 17 monumentalen Pfeilerbauwerke für die Vorlandbrücke sind durch ihre schiffsbugartige Geometrie geprägt, aber auch durch vorgegebene Ankerstellen-Anordnung, positionierte Schattenfugen und klar definierte Aussparungen.
Geschalt mit der Trägerschalung aus GT 24.
Die Schalung für die Strompfeiler basierte ebenfalls auf dem Vario-System mit Schalungsträgern.
Auf Kletterkonsolen für einhäuptige Schalung wurden 3,00 m hohe Trägerelemente in sieben Takten geklettert. Schalung und Kletterkonsolen waren zu einer Umsetzeinheit fest verbunden.

Bautafel

Architekten und Projektdurchführung: Wasser- und Schiffahrtsdirektion Ost in Berlin und Wasserstraßenneubauamt, Magdeburg
Projektbeteiligte: Bilfinger + Berger AG, NL Magdeburg und B+B Schalungsbau, Roxheim (Bauunternehmen); PERI, Stuttgart (Projektbetreuung)
Bauherr: Bundesrepublik Deutschland
Wasserstraßenneubauamt Magdeburg
Fertigstellung: 2003
Standort: Magdeburg
Bildnachweis: PERI