U-Bahnhof Klinikum, Fürth
SCC-Beton für freitragende Tunneldecke
Die Baumaßnahme "U-Bahnhof Klinikum" im Westen von Fürth stellt besondere Anforderungen an die bauausführende Arge:
- Die darüber liegenden Gebäude sind durch eine Rohrschirmdecke abzufangen.
- Die freitragende Tunneldecke wird mit selbstverdichtendem Beton errichtet.
Seit November 2002 laufen die Betonierarbeiten der Sohle, Wände und Decke parallel zum Vortrieb.
Jeder Block ist 8 m lang und wird in zwei Takten betoniert. Die Ortsbrust wird vor dem Betoniertakt mit Spritzbeton gesichert und verankert. Der erste Takt startet an der Ortsbrust. Beim zweiten Takt hängt die Armierung an dem Rohrschirm. Selbstverdichtender Beton der Güte B 35 wird im Wechsel so lange über zwei Stutzen eingepumpt, bis eine kraftschlüssige Verbindung mit dem Rohrschirm gegeben ist. Die Deckendicke beträgt rund 1700 mm.
Schalungs-/Gerüstbauarbeiten
Die Tunneldecke wird mit einem zweiteiligen Schalwagen geschalt, der komplett aus Normteilen konstruiert ist. Er ist hydraulisch zu heben und zu senken und so aufgebaut, dass die Notunterstellung ebenfalls wirtschaftlich dawzischengesetzt werden kann. Die verbleibende Fläche zwischen den Schalwagenhälften in den Deckenabschnitten ohne Notunterstützung wird mit dem Traggerüst Staxo abgestützt. Für den Schalwagen werden HEM-Profile verwendet, die durch ihre starken Flansche Querkräfte bis zu 400 kN aufnehmen und dadurch keine Querschotte benötigen.
Bautafel
Projektbeteiligte: Arge U-Bahn Fürth BA 3.1.1 bestehend aus: Max Bögl GmbH & Co.KG, Bilfinger Berger AG, Ed. Züblin AG (Rohbau); Deutsche Doka Schalungstechnik GmbH, NL Nürnberg (Schalungsberatung)
Fertigstellung: 2004
Standort: Fürth
Bildnachweis: Doka