Talbrücke, Nossen

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Trompetenförmige Pfeilerkopfschalung

Die Talbrücke über den Triebischbach ist Teil des Neubaus der BAB A 4 in Sachsen. Zwei parallel verlaufende Trassen mit je fünf runden Pfeilern nehmen die beiden dreispurigen Fahrbahnen mit einer Breite von jeweils 19,00 m auf. Die einzelnen Pfeiler sind nach oben verjüngt und bis zu 49,00 m hoch.

Schalung
Für die Schalung lieferte der Hersteller vorgefertigte Elemente für

Für den Pfeilerschaft wurde eine projektbezogene Trägerlösung für die sich verjüngende Rundschalung konzipiert. Diese Wandschalung wurde auf Kletterkonsolen befestigt und in 5,20 m großen Betonierabschnitten umgesetzt. Der Schalungssatz wurde im drei-Tages-Takt umgesetzt.

Besonderheit des Pfeilerkopfes:
Für die Lastableitung der Rundschalung wurden Gelenkriegel-Ringe verwendet, die ohne durch den Beton gehende Ankerung außen auf Ringzug und innen auf Ringdruck wirken und den gesamten Frischbetondruck aufnehmen. Für die räumliche Krümmung des Trichters wurden “Knaggen“ aus Sperrholzplatten als Aufdoppelung (Einlagen) verwendet.

Als Gerüstbühne am Pfeilerkopf wurde der als Seriengerät für die Lastableitung bei einhäuptiger Schalung konstruierte Stützbock in liegender Variante eingesetzt.


Für den Überbau wurde eine klassische Hohlkastenschalung für das Taktschiebeverfahren eingesetzt.

Bautafel

Architekt: Büro Finkel & Partner
Projektbeteiligte: J.G. Müller GmbH, Wetzlar (Bauunternehmen); PERI, Weißenhorn (Projektbetreuung)
Bauherr: Freistaat Sachsen
Fertigstellung: 1997
Standort: Nossen, Sachsen
Bildnachweis: PERI