Science Center Phaeno, Wolfsburg

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Architketonische Besonderheiten stellen höchste Ansprüche an die Schalung

Das Science Center Phaeno in Wolfsburg soll auf einer Bruttogeschossfläche von über 11.000 m² ca. 260.000 Besuchern pro Jahr einen interaktiven Zugang zu Naturwissenschaften und Technik ermöglichen. Der mir Begriffen wie "außerirdisches Raumschiff" oder "schwebende Gebäudescheibe" titulierte Entwurf der Londoner Architektin Zaha Hadid stellte neue Herausforderungen an alle Bereiche des Bauens, von der Tragwerksplanung über die Baustoffwahl bis zur bauaufsichtlichen Genehmigung. Als Kooperationsbüro für die Ausführung wählte Hadid die Architekten Mayer Bährle, Freiburg. Die eigentliche Ausstellungshalle des Bauwerks ruht auf zehn in ihrer Neigung unterschiedlichen, so genannten Cones mit einer Höhe von 5,0 bis 7,0 m. Da normaler Beton zu steif ist und wegen des hohen Bewehrungsgrades nicht verdichtet werden kann, fiel die Wahl auf Selbstverdichtenden Beton (SCC Self Compacting Concrete). Da in Deutschland derzeit noch die Zulassung fehlt, musste in Zusammenarbeit mit der Industrie und der TU Braunschweig eine bauaufsichtliche Zulassung im Einzelfall erwirkt werden.

Schalungs-/Gerüstbauarbeiten
Ein umfangreicher Maßnahmenkatalog wurde für die hohen Qualitätsansprüche vom Betonwerk bis hin zu Montage, Transport und Übergabe der Schalung aufgestellt. Neben den hohen Anforderungen an die Fugen- und Ankeranordnung wurden selbst die Brettstruktur und die zulässige Anzahl der Astlöcher verbindlich vorgeschrieben.
Zur Herstellung der Konen wurden über 9.000 m² projektbezogene Trägerschalung - Top 55 und FF 20 - sowie Eurex 60-Stützen benötigt. Durch den Einsatz spezieller 3D-CAD-Software konnten die Elementlängen millimetergenau vorberechnet werden, so dass der Aufwand für Probemontagen entfiel. Die Vorfertigung von etwa 1.000 verschiedenen Elementen wurde auf fünf Fertigservicezentren in Berlin, Dresden, Hannover, Leipzig und Mönchengladbach verteilt.

Bautafel

Architekten: Zaha Hadid, London und Mayer & Bährle, Lörrach
Tragwerksplaner: Adams Kara Taylor, London und Tokarz Freirichs Leipold, Hannover
Projektbeteiligte: Heitkamp, Glinde (Rohbau und Betontechnik); Doka NL Hannover und Hamburg (Schalungstechnik); NEK, Braunschweig, Wolfsburg (Haustechnik)
Bauherr: Stadt Wolfsburg, vertreten durch Neuland Wohnungsges. mbH
Fertigstellung: geplanter Eröffnungstermin 2004
Standort: Wolfsburg
Bildnachweis: Doka

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