Restaurante Florante Submarino, Valencia/E
Außergewöhnliche Dachkonstruktion
Auf einem Areal von 350.000 m² entsteht in Valencia die sogenannte Kunst- und Wissenschaftsstadt. Kühn und futuristisch anmutende Gebäude, die den Aufbruch in das neue Jahrtausend symbolisieren sollen, bilden dabei das "Herzstück": Ein Wissenschaftsmuseum, ein Opernpalast, ein Astronomiezentrum und ein Riesenaquarium.
Das Büro Santiago Calatrava ist bei den meisten dieser Projekte federführend, das Aquarium ist vom Architekten Felix Candela entworfen worden.
Alle Ozeane sollen nachgebildet werden, und die Meerestiersammlung wird die wohl kompletteste Europas sein. Eine meeresbiologische Station wird angegliedert sein.
Im "Parque Oceanográfico" wurde auch das Unterwasserrestaurant "Florante Submarino" nach dem Entwurf des spanischen Architekten Felix Candéla erbaut. Rund 500 Sitzplätze werden von einem spektakulären Stahlbeton-Dach überspannt. Als Vorbild der Dachkonstruktion des "Florantes Submarino" diente das Restaurant "Los Manantiales Xochimilco" in Mexiko, 1958 ebenfalls von Felix Candela, der auch "der Muschelbauer genannt wird, erbaut.
Schalung
Zu schalen war eine Dachfläche von 2.100 m², wobei die Deckenstärken von 8 bis 80 cm variieren. Die Form der Stahlbetonschale ist durch acht symmetrische, hyperbelförmige Paraboloiden gekennzeichnet.
Schal- und Rüstungskonzept: Die Struktur des Bauwerkes mußtes als dreidimensionales Raumtragwerk nachgezeichnet werden. Zum Einsatz kam PERI UP Rosett Material. Vorteilhaft erwies sich hierbei, dass durch die hohe Tragfähigkeit der Riegelanschlüsse lediglich eine minimale Anzahl von Diagonalen benötigt wurde. Anschließend folgte das Verlegen von 3.600 lfm GT 24 Trägern, die in Kreuzkopfspindeln gelagert, die Schalhaut aus Einzelbrettern aufnahmen.
Bautafel
Architekten: Felix Candéla, Spanien
Fertigstellung: September 2001
Standort: Valencia
Bildnachweis: PERI und Ciutat des les Arts i les Ciences