Krematorium, Berlin
Eine Balance von Raum und Licht meisterhaft inszeniert
Als ein Meisterwerk der Baukunst hinsichtlich Architektur und Ausführung ist dieser „Tempel der Geometrie“ zu bezeichnen. Gebaut nach den Vorstellungen des Architekten Axel Schultes, dem Baumeister des Bundeskanzleramtes.
Gigantische Sichtbetonflächen mit positiv sichtbaren Fugen vermitteln den Eindruck riesiger Gesteinsblöcke. Unterstrichen wird dies durch ein aufsteigend variables Höhenraster von 82 bis 105 cm.
Die Wände wurden teilweise bis 10,15 m in einem Guss betoniert.
Schalung
Alle verwendeten VARIO Elemente waren 3,84 m breit. Haushohe Vorräume mit bis zu 55 cm mächtigen Wänden und die Dachplatte sind visuell geprägt von definierten Schattenfugen und der Regelmäßigkeit angeordneter Ankerstellen, die mit speziellen Betonkonen erstellt wurden.
Geplant und gearbeitet wurde perfekt bis ins Detail. Selbst in den Übergangsbereichen Wand – Decke waren die gewünschten Oberflächen, erzielt durch jeweils 1/4 versetzte Plattenstöße, konsequent durchgängig angeordnet.
Bautafel
Architekten: Axel Schultes und Charlotte Frank, Architekten, Berlin
Projektbeteiligte: Bilfinger + Berger, NL Berlin (Bauunternehmen) und Schalungsbau Roxheim; PERI, Berlin und Stuttgart (Projektbetreuung)
Bauherr: Stadt Berlin
Fertigstellung: 2001
Standort: Berlin-Treptow
Bildnachweis: PERI