Klima-Windkanal, Wien/A
Hohe Anforderungen an Toleranz und Oberfläche
Der neue Klima-Windkanal ist ein Baustein des Technologieparks für Verkehrs- und Umwelttechnologie in Wien.
Um die Portale herzustellen, die später die Gebläse mit einem Durchmesser von 6,20 m aufnehmen, wird eine Stahlbetonkonstruktion zur Verankerung benötigt. Denn nach Fertigstellung in zwei Jahren sollen im Kanal Windgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h herrschen oder Temperaturschwankungen von -50°C bis + 60°C erzeugt werden. Es soll regnen, schneien oder die Sonne scheinen.
Die Anforderungen sind bei derartigen Bauwerken hoch, sowohl an die Toleranz als auch an die Betonoberfläche.
Schalung und Traggerüst
Für die Schalung wurden 11,00 m hohe Wandscheiben mit Rahmenschalung hergestellt. Vorteilhaft ist bei solchen Wandhöhen eine steife Richtstützenkonstrultion, um die hohe Schalung auzurichten und gegen Winddruck zu stabilisieren. Beim Betonieren ist bei so hohen Wänden auf das Einhalten der Betoniergeschwindigkeit (Betondruck) zu achten.
Ein besonderes Augenmerk muss hier den Gerüsten gelten, sowohl für die Bewehrung als auch für die Bedienung der Schalung zum Ankern und Betonieren.
Die Deckenstärke varrierte von 1,20 m bis 1,80 m Dicke, teilweise noch mit Unterzügen von 1,00 m Höhe.
Als Traggerüst zur Ableitung der Lasten wurde Doka-STAXO- Material verwendet, pro Stiel belastbar mit 60 KN. Als Oberkonstruktion wurden Stahlwandriegel mit Schalungsträgern H 20 verwendet.
Bautafel
Projektbeteiligte: Stragag - Habau, Wien (Bauunternehmen); Doka, Wien (Projektbetreuung)
Bauherr: Voest AG, Linz
Fertigstellung: Ende 2002
Standort: Wien
Bildnachweis: Doka