Kaimauer, Arnheim/NL

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Basaltstruktur als Betonoberfläche

Im niederländischen Arnheim waren rund 500 m Kaimauer als Blendmauerwerk auf der Wasserseite neu aufzubauen. Problem war nicht die Mauer selbst, vielmehr die gewünschte Naturstein ähnliche Oberfläche. Eine Kaimauer aus Naturstein hätte dem täglichen Wellenschlag auf Dauer jedoch nur wenig entgegen zu setzen; der „blanke Hans“ würde ihr die Seele aus den Fugen nagen. Für die ausführende Baufirma war relativ schnell klar, dass für die notwendige Schalungsvorlage nur eine Matrize mit einer Basaltstruktur in Frage kam. Die Lösung: Eine Kaimauer aus Beton, allerdings mit einer Basaltstruktur.

Schalungskonzept
Mit echten Basaltsteinen, eingelegt in eine eigens dafür präparierte Schalung und ausgefugt mit Epoxidharz, schufen die Spezialisten die Vorlage für eine Matrize. Von dieser Matrize gab der Abguss ein Negativ, von dem insgesamt acht Matten in den Abmessungen 2515 mm x 2760 mm hergestellt wurden.
Jeweils zwei Matrizen, eingelegt in eine Stahlschalung, bildeten dann ein Schalungselement. Damit wurden insgesamt 220 Betonelemente für die Kaimauer produziert: Dem einen zur Freude, dem Bauherrn nämlich, dem anderen, dem „blanken Hans“, zum Trotz!

Bautafel

Projektbeteiligte: Den Hoorn, Nederhemert/NL (Bauunternehmen); NOE Schaltechnik, Süssen (Schalung)
Bauherr: Hafenamt Arnheim
Fertigstellung: Ende 2001
Standort: Arnheim/NL
Bildnachweis: NOE, Süßen