Gallileo Hochhaus, Frankfurt a.M.

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Sicherheit durch kletterbare Einhausung

Mit dem 136 m hohen Gallileo Hochhaus setzt die Dresdner Bank einen weiteren Meilenstein in der Frankfurter Skyline. Im dicht bebauten Stadtkern, an der Gallusanlage, wird das schlank konzipierte Gebäude in Stahlbetonskelett- und Stahlverbundbauweise erstellt. Das Gebäudeensemble ist in vier Teile gegliedert, zwei Hochhaustürme mit 113,50 und 136,80 m, einem Verbindungsteil mit sechs gläsernen Aufzügen und dem Sockelbereich, in dem über sieben Geschosse Geschäfte, ein Theater, ein Restaurant sowie die Cafeteria des Dresdner Bank Casinos untergebracht werden. Der Bauherr investiert in dieses Projekt rund 150 Mio. EUR.
Die tragenden Elemente des Skelettbaus wurden in Stahlbeton errichtet. Hierzu gehören die beiden statisch aussteifenden Stahlbetonkerne – genutzt für Technik, sanitäre Anlagen und Aufzüge – ebenso, wie die schlanken und für die Bauteilheizung, bzw. –kühlung thermoaktivierten Geschossdecken.
Schalungs/Gerüstbauarbeiten

Für eine wirtschaftliche Durchführung des Projektes kam das kranunabhängige PERI ACS Selbstklettersystem (mit den Varianten ACS-R regulär, ACS-P Plattform und ACS-G Galgen) mit PERI VARIO Träger-Wandschalung an beiden Kernen, die PERI SKYDECK Alu-Paneel-Deckenschalung für die Geschossdecken und die über drei Etagen reichende Fassadeneinhausung zum Einsatz. So ließ sich zuverlässig und regelmäßig Woche für Woche jeweils ein komplettes Stockwerk fertig stellen.

Die aufzunehmenden, großen Horizontalkräfte aus der Integration des Betonverteilers wurden über die Stahlkonstruktion der ACS-P Plattform und einen speziellen Führungsrahmen mit Abstützspindeln sicher in das Bauwerk eingeleitet.


Die gewünschte Einhausung der jeweils oberen Stockwerke wurde ebenso einfach und sicher für das Personal gelöst: Die jeweils obersten drei Etagen wurden mit 21 mm Sperrholzplatten vollständig eingehaust. Die Platten waren über Kletterschienen und Kletterschuhe an den Stirnseiten der Geschossdecken sicher mit dem Bauwerk verbunden. Geklettert wurde in wirtschaftlichen Einheiten, die auf die Krankapazität abgestimmt waren. Insgesamt kamen 65 Einheiten zum Einsatz, die die Baustelle in nur einem Arbeitstag komplett umsetzte. Die Einhausung schloss die „operativen“ oberen Geschosse ohne Lücken und Absturzkanten zuverlässig ab, so dass es nicht zu herabfallenden Gegenständen, wie Werkzeugen oder Gerätschaften kommen konnte. Ein weiterer Vorteil dieser Methode: Ein schnelles Nachziehen mit den Arbeiten an der Außenfassade wird möglich. Ferner werden sichere und zugleich komfortable Arbeitsbedingungen geschaffen und das Personal ist gegen Absturz und vor Witterungseinflüssen geschützt. Dies führt letztendlich zu einer Steigerung der Produktivität und zur Einhaltung der Zeitvorgaben.

Bautafel

Projektbeteiligte: Bilfinger Berger AG NL Hochbau, Frankfurt
Bauherr: Dresdner Bank
Fertigstellung: 2003
Standort: Frankfurt a.M.
Bildnachweis: PERI, Weißenhorn