Flughafentunnel, Köln/Bonn
Komplizierte, hohe Wände
Im Zuge der Flughafenanbindung Köln/Bonn Los 3 waren unter anderem 14 Tunnelblöcke in offener Bauweise herzustellen. Die Blöcke sind 12,80 m lang, das ergibt eine Gesamtlänge von 175 m (Bild 1). Der Tunnelquerschnitt verändert sich ständig, da der Tunnel vom zweigleisigen (ca. 11,20 m) zum viergleisigen Querschnitt (ca. 29,30 m) aufgeweitet wird. Dabei wurden Sohle, Wände und Decken in einzelnen Arbeitsschritten hergestellt.
Schalungs-/Gerüstbauarbeiten
Im unteren Bereich sollten die Außenwände bis auf die Höhe von 1,60 bzw. 2,20 m einhäuptig gegen eine Fußspundwand und dann beidseitig betoniert werden. Die 7,90 m hohen und 1,20 m dicken Wände sollten trotz dieser Vorgaben in einem Guss betoniert werden. Dazu wurde vom Schalungshersteller auch die Statik geliefert.
Zum Einsatz kam die Mammut-Rahmenschalung. Die Abstützung des einhäuptigen Bereiches und die Ableitung der Kräfte in die Sohle übernahm der Stützbock STB 300 (Bild 2). Die seitliche Stirn-Abschalung erfolgte im einhäuptigen Bereich mit dem Abschalbügel 110; im zweiseitigen Bereich mit Richtschienen und Stützenspannern. Als Schrägabstützung diente die Dreigurtstütze Triplex. Rechts- bzw. Linksgewinde in den Kopfstücken machen die stufenlose Feinjustierung einfach. Das Umsetzen der Schalung erfolgte großflächig (8,15 m x 2,50 m) mit dem Kran.
Bedingt durch die Aufweitung mussten auch noch zwei Innenwände mit einer Gesamtlänge von 120 m hergestellt werden. Dabei blieben Wandhöhen und Taktlängen gleich.
Bautafel
Projektbeteiligte: ARGE Flughafentunnel – E.Heitkamp GmbH, Herne; Wayss & Freytag, Ingenieurbau AG, Düsseldorf; F.C. Trapp AG, Wesel (Rohbau); MEVA Rhein-Ruhr (Schalung)
Bauherr:Land Nordrhein-Westfalen
Fertigstellung: 2003
Standort: Flughafen Köln/Bonn
Bildnachweis: MEVA Rhein-Ruhr