Cité judiciaire, Montpellier
Freitragende Unterzugskonstruktion und sehr gute Sichtbetonqualität
Für den Bau eines neuen Justiz-Verwaltungsgebäudes mussten über sechs Gerichtssäle als Tragkonstruktion für die Decke eine freitragende Unterzugskonstruktion mit Höhen von 1,40 m bis 1,70 m und mit runder Lichtkuppel geschalt werden. Der Architekt forderte für diese Bauteile weißen, makellosen „Sichtbeton“, der höchsten Anforderungen entspricht.
Schalung
Als Schalungs- und Traggerüstlösung wurden 53 Deckentisch-Einheiten konzipiert mit systematischen Traggerüststützen mit Aussteifungsrahmen und 46 Deckentisch-Einheiten mit klappbaren Stützenköpfen. Der Aufbau erfolgte mit Schalungsträgern GT 24.
Die Unterzugschalung wurde als Sichtbetonschalung aus 34 Trägerelementen geplant, die projektbezogen konzipiert und maßgenau im Werk vorgefertigt und in transportfähigen Einheiten angeliefert wurden. Der Zusammenbau und das eigentliche Einschalen erfolgte auf dem Traggerüst vor Ort.
In Verbindung mit der speziellen Betonrezeptur, der Verwendung des geeigneten Trennmittels und der ausgewählten Schalungsplatte war das Ergebnis hervorragender „weißer Sichtbeton“.
Bautafel
Architekt: Atelier Berhard Kohn, Lonsee
Projektbeteiligte: ARGE Groupement BEC-DUMEZ, Montpellier (Bauunternehmen); PERI, Frankreich (Projektbetreuung)
Bauherr: Justizministerium Frankreich
Fertigstellung: 1995
Standort: Montpellier, Frankreich
Bildnachweis: PERI
Zum Thema
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