Autobahntunnel A 100, Berlin

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Wechselnder Querschnitt mit Schalwagen

Das 1.000 m lange Teilstück zum Ausbau des Berliner Stadtrings Süd im Bezirk Neukölln wurde als Tunnel in offener Bauweise erstellt. Zwei Tunnelröhren nehmen je drei Fahrspuren auf. Im Verlauf der Strecke werden zwei Ausfahrten mit einer Breite von 8,30 m integriert.

Schalung
Nach den im Vorlauf gefertigten Fundamenten werden Wände und Decken als Rahmenkonstruktion in einem Guss betoniert.
Die zu schalende Fläche pro Takt beträgt bis zu 676 m².

Die Besonderheit der Baustelle lag in der Veränderung der Tunnelbreite. In den Hauptröhren variiert diese von 14,50 m im Regelquerschnitt bis maximal 23,50 m in der Aufweitung für die Ausfahrten.
Außerdem war in jedem Bauzustand eine Durchfahrt von 4,00 x 4,00 m für Baustellenfahrzeuge gefordert.

Die Anpassung an die veränderliche Tunnelbreite erfogte über hydraulische Telescopträger. Diese waren stufenlos für die verschiedenen Breiten bis zu 9,00 m ausziehbar. Bei Auszug > 3,50 m wurde zusätzlich eine Jochscheibe aus Traggerüststützen eingebaut.
Je nach Taktgröße wurde alle zehn bis zwöf Tage ein Abschnitt betoniert.

Bautafel

Architekten: Architektengemeinschaft Hans-Peter Störl, Jux & Partner
Projektbeteiligte: Wolff & Müller, Berlin (Bauunternehmen); PERI, Berlin (Projektbetreuung)
Bauherr: Bundesverkehrsministerium BRD, Senatsverwaltung für Bauen, Wohnen und Verkehr, Berlin
Fertigstellung: 1997 - 1999
Standort: Berlin-Neukölln
Bildnachweis: PERI