Aussichtsturm "Vasco da Gama", Lissabon/P
Große Höhenüberwindung in Selbstklettertechnik
Mit der Weltausstellung EXPO 98 feierte Portugal den 500. Jahrestag der Entdeckung Indiens auf dem Seeweg durch Vasco da Gama.
Der nach ihm benannte 122 m hohe Aussichtturm, in Form eines stilisierten Segelschiffes, bietet Aussicht über das 330 Hektar große Ausstellungsgelände. Im Turm sind drei Aufzüge für die Beförderung der Besucher nach oben untergebracht. Daraus ergab sich ein E-förmiger Grundriss.
Schalung
Der Mast des „Segelschiffes“, der 122 m hohe Stahlbetonturm, wurde mit der Selbstklettertechnik ausgeführt.
Entscheidend dafür war, dass in der exponierten Lage am Meer, die immer auftretenden Windkräfte in jeder Phase des Kletterns ins Bauwerk eingeleitet werden.
Der Klettervorgang je 5,70 m hohem Betonierabschnitt erfolgte in zwei Schritten
- die „Außenschalung“, mit zwei Bühnen je 6,00 m und einer Bühne mit 12,00 m Länge werden zusammen mit 110 m² Trägerschalungs-Elementen nach oben umgesetzt.
- Die E-förmige „Innenschalung“ folgte mit einer 12,00 m langen Bühne und weiteren 134 m² Trägerschalungs-Elementen
Bautafel
Projektbeteiligte: SOCONSTROI S.A., Miraflores/Alges (Bauunternehmen); PERI, Spanien (Projektbetreuung)
Bauherr: Stadt Lissabon, Portugal
Fertigstellung: 1997
Standort: Lissabon, Portugal
Bildnachweis: PERI