Westhafen-Tower in Frankfurt/Main
Minimalistische Sanitärojekte
Mit dem Bürokomplex bestehend aus dem fünfgeschossigen so genannten Brückengebäude und dem achtgeschossigen Westhafen-Haus ist ein markantes Gebäudeensemble am Westhafen in Frankfurt/Main entstanden. Zwei neu errichtete Brücken stellen eine Verbindung zwischen der öffentlich zugänglichen Mole und den Bürohäusern am Mainufer her.
Wahrzeichen des neuen Stadtquartiers bildet der 99 m hohe Westhafen-Tower mit 29 Bürogeschossen und zwei Technikgeschossen. Das Tragwerk des Gebäudes wurde im Wesentlichen in Stahlbetonmassivbauweise mit vor Ort betonierten Decken und Wänden sowie Stahlbetonverbundstützen ausgeführt. Aufzugs- und Treppenkerne sowie die Sanitäranlagen wurden rund um die Gebäude-Mittelachse des im Durchmesser 38 m messenden Turms angeordnet, um eine möglichst hohe Gestaltungsfreiheit der Büroflächen zu erhalten. Je nach Bedarf kann die Fläche in Zellen-, Kombi- oder Großraumbüros aufgeteilt werden. Die freie Raumaufteilung wird durch einen Hohlraumboden mit Bodentanks erleichtert, in denen die elektrischen Anschlüsse und die Datenkommunikation integriert wurden. Damit die Büroräume einen rechteckigen Grundriss erhalten, wurde hinter der runden Außenfassade eine zweite gerade Innenfassade errichtet. Die so entstandenen Kreissegmente zwischen den beiden Fassaden, bilden einen Wintergarten, über den auch der Luftaustausch in den Büroräumen unterstützt wird. Die Fassade des Westhafen-Towers wird durch seine dreiecksförmigen Fensterelemente geprägt, die die Gebäudehülle netzförmig umspannen. Durch die Lüftungsflügel wird die Luft in die dahinter liegenden Büroräume bzw. Wintergärten geführt.
Haustechnik / Sanitär
Zur Beheizung des Gebäudes wurden Radiatoren bzw. Konvektoren installiert. Die Klimatisierung der Büroräume erfolgt über Kühldecken.
An die Sanitärausstattung des Gebäudes wurde ein hoher gestalterischer Anspruch gestellt. Für die WC-Vorräume wurden die Waschtische „Preciosa“ mit minimalistischer Form gewählt, die durch ihre rechteckige Grundform und das kreisrunde Becken geprägt sind. Die waagerechten Flächen neben dem Waschbecken bieten dem Nutzer zusätzliche Ablagemöglichkeiten. In der Armaturenbank der Waschbecken wurden Seifenspender integriert. In den WC-Bereichen wurden WC`s und Urinale aus der Serie „Renova Nr. 1“ für öffentliche und gewerbliche Sanitäranlagen installiert. Die Keramikobjekte sind mit dem Prüfzeichen „LGA-Bauart geprüft“ und „GS-geprüfte Sicherheit“ versehen und nach DIN EN ISO 9001 und des Umweltmanagements nach DIN ISO 14001 geprüft.
Bautafel
Architekten: Schneider + Schumacher Architekten BDA, Frankfurt/Main
Projektbeteiligte: Die Lichtplaner, Innsbruck (Lichtplanung); BPK, Düsseldorf (Brandschutz); Behling, Stuttgart (HKLS), Megaron-Bau und Sanierungs GmbH, Leipzig (Sanitär)
Bauherr: Westhafen Tower GmbH & Co., OFB Projektentwicklung GmbH, Frankfurt/Main
Fertigstellung: 2003
Standort: Westhafen, Frankfurt/Main
Bildnachweis: Keramag AG, Ratingen (1,2), Otis, Berlin (3)
