Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg
Fußboden- und Wandflächenheizung für angenehme Raumtemperaturen
Das Exerzitienhaus Himmelspforten zählt zu den größten kirchlichen Häusern der Diözese Würzburg. Nach umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen, bei denen u.a. großer Wert auf die Qualität der verwendeten Materialien gelegt wurde, bildet das mit modernster Tagungs- und Konferenztechnik ausgestattete Exerzitienhaus eine bevorzugte Begegnungsstätte.
Haustechnik/Heizung
Innerhalb der modernisierten Tagungsstätte sorgt eine neue Fußboden- und Wandflächenheizung auch an kalten Tagen für angenehme Raumtemperaturen. In den unterschiedlichsten Bereichen wurde das Cuprotherm-plus-System mit Gussasphalt, Nassestrich und im Trockenbausystem verlegt.
Zur Raumkonditionierung auch an kühlen Tagen wurde im Speisesaal des Nordflügels sowohl eine Fußboden- als auch eine Wandflächenheizung integriert. Um den Baufortschritt zu beschleunigen, wurden für die Fußbodenheizung in der Verlegevariante mit Gussasphalt blanke Heizungsrohre verwendet. Aufgrund der hohen Gussasphalt-Einbringtemperatur von ca. 240 °C wurde die in diesem Bereich vorhandene Baufeuchtigkeit schnell ausgetrieben, so dass der Pakettboden bereits nach kurzer Zeit verlegt werden konnte.
Im Südflügel wurde im Erdgeschoss des Foyers (Bild 2) das ummantelte cuprotherm-plus System verwendet. Um in diesem Bereich ebenfalls zügig mit den Bauarbeiten voranzukommen, wurde ein Schnellestrich auf Zementbasis mit einem speziellen Zusatzmittel verwendet, der bereits nach 14 Tagen mit einem Natursteinbelag ausgestattet werden konnte.
Im Foyer des Obergeschosses wurde ein Zementestrich in Verbindung mit dem Bodenbelag Naturstein gewählt. Da in diesem Bereich jedoch nur eine geringe Fußbodenaufbauhöhe vorhanden war, wurden Baustahlmatten verlegt, an denen das Heizungsrohr mit Drahtbinden befestigt wurde.
Im Restaurant (Bild 3) wurde das Heizungssystem entlang der Wände verlegt. Aufgrund der begrenzten Fußbodenaufbauhöhe wurde im Dachgeschoss innerhalb des Meditationsraumes und des ehemaligen Seminarraumes (neue Nutzung als kleine Kapelle) ein Trockenbausystem in Verbindung mit einem Zementestrich eingesetzt. Im Meditationsraum (Bild 4) wurden die drei Komponenten Grundelement, Wärmeleitlamelle und Wärmeleitbogen auf Dämmlage und Trittschalldämmung verlegt.
Bautafel
Architekten: Diözesen-Baumeister Cesare Augusto, Diözese Würzburg
Projektbeteiligte: Matthias Pfister, Würzburg (Bauleitung); Schreier Ingenieure, Würzburg; Wieland-Werke AG, Ulm (Flächenheizung); Witthake Haustechnik, Würzburg (Ausführung Heizung)
Bauherr: Bistum Würzburg
Fertigstellung: April 2005
Standort: Würzburg
Bildnachweis: Wieland-Werke AG, Ulm
