„Future Office“ in Hechingen

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Kristalliner Baukörper

Der formalen Strenge des gläsernen Würfels wird im Inneren eine komplexe Raumkomposition entgegengesetzt. Der Wunsch, die informelle Kommunikation unter den Mitarbeitern zu fördern, war dabei ein entscheidender Planungsbestandteil, und wurde durch die versetzte Anordnung zweigeschossiger Kommunikationsräume realisiert. Durch die Anbindung an das zentrale Atrium eröffnen sich interessante Beziehungen zwischen den einzelnen Geschäftsbereichen und bieten den gewünschten Raum für Kommunikation. Die Verflechtung der Bereiche untereinander sowie eine formulierte Beziehung zur Außenwelt unterstützen eine positive Arbeitsatmosphäre.

Einzel- und Zweierbüros sowie die Nebenräume sind nach Süden angeordnet und bilden den Rücken des gesamten Innenraumes. Dieser Rücken wird von den zweigeschossigen Lufträumen durchstoßen und so mit der Halle räumlich verbunden. Nach Norden befinden sich offene Büroflächen. Das Erdgeschoss wird für Besprechungen und Konferenzen genutzt. Eine versenkbare Wand ermöglicht die Zusammenlegung der beiden Konferenzräume.

Glas
Die Schaffung einer möglichst abstrakten gläsernen Hülle stand für die Architekten Harris + Kurrle bei der Fassadenplanung im Vordergrund. Doppelfassaden wurden aus Gründen des Aufwands und ihres umstrittenen energetischen Nutzens ausgeschlossen. Um einen maximalen Glasanteil in der Fassade zu erreichen und außerdem die gewünschte kristalline Wirkung des Baukörpers nicht durch vorgehängte Sonnenschutzelemente zu beeinträchtigen, kragt das Gebäude nach oben geschossweise um 15 cm aus. Die Glasscheiben des oberen und des darunter liegenden Geschosses überlappen und bilden eine Nische, in der die außen liegende Markise verborgen ist. Dass sich diese Lösung sehen lassen kann, belegen die Bilder.

Auch im Innenbereich sind viele Bereiche tranparent gehalten, so wurden z.B. Glasbrüstungen der Kategorie B nach TRAV eingesetzt.

Bautafel

Architekten: Lieb + Lieb, Harris + Kurrle, Freudenstadt, Stuttgart
Projektbeteiligte: Schneck, Schaal, Braun, Tübingen (Tragwerksplanung); Dr. Thomas Dippel, Vaihingen/Enz (Energiekonzept); IBS Schuler GmbH, Bietigheim-Bissingen (HLS-Planung); Rudolph + Weischedel, Stuttgart (Akustikplanung); Acer Planungsgruppe, Horb (Landschaftsplanung); Lacker AG, Waldachtal (Fassade)
Bauherr: Gambro Dialysatoren GmbH & Co. KG, Hechingen
Fertigstellung: 2004
Standort: Hechingen, Schwäbische Alb
Bildnachweis: Michael Spaich, Hechingen