Atelier im Currypark in Riederau
Hülle aus Glas
Grundlage des Entwurfes war die Schaffung eines Künstlerateliers, das von der Bauherrin zeitweise auch als Übernachtungsmöglichkeit genutzt werden kann. Ein Schutz vor Blicken und eine Abschottung zur Umgebung war nicht notwendig. Wichtig war, einen neutralen und möglichst vielseitigen Raum zu schaffen, der ein Arbeiten auf der Wiese - in einer Hülle aus Glas - ermöglicht und eine enge Beziehung zum Ort aufbaut. Verschiebbare Eichenwände bieten die Möglichkeit der Zonierung, von frei in den Raum gestellt bis hin zur Bildung von geschlossenen Innenräumen. Höhlen aus Beton, zum Schlafen und Duschen, als Schrank und als Bad, bieten Ruhe im Schutze der Erde.
Das Gebäude sollte zurückhaltend und natürlich erscheinen. Die Materialien Beton, Eiche, Stahl, Filz, Samt und Glas bleiben unbehandelt und ohne Anstrich. Zeichen der Abnutzung, des Gebrauchs dürfen sichtbar werden.
Glas
Der Glaskubus ist mit Wärmeschutzisolierglas - aus ESG klar 8 mm, SZR 14 mm, ESG klar 8 mm - in den Abmessungen ca. 2,28 x 3,31 m ausgeführt. Die Vertikalstöße sind silikonverklebt schwarz.
Bautafel
Architekten: Bembé + Dellinger Architekten, Greifenberg Projektbeteiligte: Thomas Pfisterer (Massivbau); Schlosserei und Metallbau Klaus Reßle (Stahlbau); Glaswerkstatt Klaus Gräpert (Verglasungsarbeiten); Holzbau James Khan (Holzausbau)
Bauherrin: Marion Bembé
Fertigstellung 2003
Standort: Dießen-Riederau
Bildnachweis: Stefan Müller-Naumann, München (1); Thomas Drexel, Friedberg (2-4)
Zum Thema
- Isolierglas
- Klebeverbindungen
- Wärmedämmgläser
