Förderzentrum für Kinder in Oberföhring

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Vollflächige Glasfassade mit farbigen Glaspaneelen

Die Phoenix GmbH der Stiftung Pfennigparade betreibt seit Herbst 2004 das konduktive Förderzentrum für hirngeschädigte Kinder, basierend auf dem Therapiekonzept von András Petö. Die Förderform verbindet pädagogische, psychologische und medizinische Elemente. Neben zwölf Internatsplätzen bietet das Zentrum vorschulische Frühförderung sowie Grund- und Hauptschulplätze an.

Der zweigliedrige Neubau des Schul-, Internats- und Förderzentrums leuchtet schon aus der Ferne. Grün und blau schimmern die lichtdurchlässigen Fassadenflächen; gelb, orange und rot die opaken Teile des Gebäudes. Um den begrünten Pausen- und Spielhof gruppieren sich im Sockelgeschoss Schul- und Förderräume – sie sind untereinander und mit den Freiflächen niveaugleich (also barrierefrei) verbunden. Darüber erheben sich jeweils an den Enden zwei solitäre Baukörper, die das Ensemble in die angrenzende Villenarchitektur einbinden. Hier ist die Verwaltung und das Wohnheim für zwei Fördergruppen angeordnet. Eine Terrasse und eine Rasenfläche auf dem Dach des Sockelgeschosses stellen den Bezug zur Natur her.

Fenster und Türen
Die leuchtende Glasfassade verbindet Ästhetik mit Wärmeschutz: Das vorgehängte hinterlüftete Fassadensystem StoVerotec Glas besteht aus leichten Blähglasgranulat-Trägerplatten und werkseitig appliziertem Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG). Damit auch bei Glasbruch keine Splitter herab fallen können, sind die Komponenten vollflächig verklebt. So ist das System auch in stoßgefährdeten Bereichen einsetzbar.

Das Glas der Paneele mit einer Maximal-Größe von 1,25 x 2,60 Metern lässt sich verspiegeln, mit Siebdruck realisieren oder farbig gestalten. Um die Halterungen der Bauteile nicht sichtbar werden zu lassen, werden die Paneele auf Agraffen in eine Aluminum-Unterkonstruktion eingehängt. So entsteht ein harmonisches Fassadenbild. "Die durchgängige Glasoberfläche fasst die Pfosten-Riegel-Abschnitte mit Isolierverglasung und die geschlossenen Fassadenbereiche überzeugend zu einem Ganzen zusammen", erläutert Heinrich Maluche von der Architektengruppe RPM.

Die Inspiration für das Farbkonzept stammt von einem Luftballon-Wettbewerb, wie die Architekten berichten: "Als wir beim Kinderfest zum Baubeginn den aufsteigenden Luftballons hinterher schauten, wussten wir auch, welche Farbtöne es sein sollten. Die Kinder hatten selbst den fröhlichen Farbmix ihres künftigen Hauses mit bunten Luftballons in den Himmel getupft."

Bautafel

Architekten: RPM Architekten, München
Projektbeteiligte: Norbert Huuk, München (Landschaftsarchitekt); Sto Verotec Glaspaneele
Bauherr: Stiftung Pfennigparade, München
Fertigstellung: 2004
Standort: Oberföhringer Straße/Barlachstraße, München-Oberföhring
Bildnachweis und Quelle: Sto Verotec über PR Nord

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