Wohn-Ateliergebäude in Köln

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Fassade mit Doppelstegplatten aus Polycarbonat

In einer nur 6,60 m breiten und 42,00 m langen Baulücke entstand in einer heterogenen, innerstädtischen Blockbebauung in Köln-Ehrenfeld ein Wohn- und Ateliergebäude mit einer Bruttogeschossfläche von 360 m². Die zahlreichen einschränkenden Bauordnungsparagrafen und der Wunsch nach einer maximalen Ausnutzung des Grundstücks führten zu einer ein- bis dreigeschossigen Kubatur aus Vorder-, Mittel- und Gartenhaus (siehe Schnitt, Grundriss und Modell Abb. 6 und 7).

Das komplexe Gebäudeensemble ermöglicht eine maximale Nutzung der Außenräume als Terrasse, Innenhof, Dachgarten und Garten. Bei der fast maximalen Ausnutzung des Grundstücks stellte die Tageslichtversorgung im Atelier und den Wohnräumen eine besondere Herausforderung dar. Die zum Innenhof orientierten Fassaden sind großflächig verglast. Die transluzente Straßenfassade hinter der sich die Atelierräume befinden, lässt diffuses Licht ins Gebäude und streut bei Dunkelheit Kunstlicht in den Straßenraum aus.

Fassade
Die Straßenfassade besteht aus transluzenten Doppelstegplatten mit einem hohen Lichttransmissionsgrad. Die Doppelstegplatten aus Polycarbonat sind in einer zweischaligen Konstruktion ausgeführt, sodass sowohl von innen als auch außen der Eindruck einer homogenen Wand entsteht. Um weiteren bauphysikalischen Anforderungen gerecht zu werden ist im Zwischenraum der beiden Kunststoffschalen eine zusätzliche Festverglasung eingebaut. Die Öffnungselemente, Ansichtsbleche und inneren Laibungen der Fassade sind aus eloxiertem Aluminium. Drei gerahmte Glaslamellen dienen der Lüftung über die Straßenfassade. Ein Lichtschacht im eingeschossigen Gartenhaus sorgt für zusätzliches Tageslicht.

Bautafel

Architekten: Arno Brandlhuber & Bernd Kniess, Köln
Projektbeteiligte: Ingenieurbüro J. Bernhardt, Köln (Tragwerksplanung)
Bauherr: Familie Roth, Köln
Fertigstellung: 2000
Standort: Geißelsstraße, Köln-Ehrenfeld
Bildnachweis: Michael Reisch, Düsseldorf und Architekten