Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin

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Klassische Schalter und Steckdosen

Das Haus der Deutschen Wirtschaft liegt im Zentrum Berlins, gegenüber vom Nikolaiviertel und direkt an der Spree. Es dient den drei großen Wirtschaftsverbänden BDA (Bundesverband Deutscher Arbeitgeberverbände), BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie) und DIHT (Deutscher Indestrie- und Handelstag) als gemeinsames Domizil. Städtebaulich setzt es den Schwung des Altbaus der heutigen Berlin-Abteilung der Landesbibliothek (des so genannten Ribbeck-Hauses) fort und führt die geschlossene, fast monolithische Uferkante der Spreebebauung im Sockelbereich weiter. Der Entwurf für das spreeseitig in drei Bauteile gegliederte Volumen, das über den Sockel zusammengefasst wird, war 1996 im entsprechenden Wettbewerb mit einem ersten Preis ausgezeichnet worden. Idee bei der Strukturierung des Baukörpers in mehrere Teile war weniger die Rekonstruktion der historischen Parzellierung des Areals als das Motiv einer Einzelhausbebauung, die den drei Verbänden als Bauherren gerecht wird.

Im Anschluss an das Ribbeck-Haus erstreckt sich der Bauteil des BDI mit einer Lochfassade aus hellem Sandstein ("Rackwitzer") und bündig sitzenden zweischaligen Fenstern. Ein transparent gestalteter Eingangsbereich grenzt den BDI vom Bauteil des DIHT ab. Letzterer erhält seine Eigenständigkeit - neben der Verwendung eines dunkleren, grau-grünen Sandsteins ("Brenna") - auch über die Gestaltung der Öffnungen als horizontale Fensterbänder. Zwischen einem Treppenhaus und einer Glasfront als baulichen Zäsuren wurde der "Konferenzturm" eingeschoben, der leicht aus der Bauflucht zurückspringt und sich zum Wasser hin mit einem fast haushohen, vollständig verglasten Innenhof präsentiert. Den steinernen Turm wollen die Architekten als eine Referenz auf die Basilika Palladios in Vicenza verstanden wissen. Den Abschluss des Gebäudes bildet der Bauteil des BDA.

Elektro- und Lichtplanung
Das Atrium wurde mit einem Spiegel-Lichtlenksystem (Hersteller: Belux) ausgestattet: Ähnlich wie bei antiken Tageslichtsteuerungssystem - sogenannten Heliostaten - wird hier über verschiedene Spiegel das Tageslicht umgelenkt, um eine gleichmäßige Lichtausbeute zu erzielen, starken Strahlungseinfall umzuleiten und schwach ausgeleuchtete Bereiche zu erhellen.

Eine zentrale GLT-Steuerung verknüpft die unterschiedlichen elekrotechnischen Bereiche wie die akustische ELA-Anlage (Hersteller: Dynacord) und die Lichtsysteme. Über die Leitwarte wird das Notlichtsystem geregelt, zur Energie-Optimierung wurde eine Kompensationsanlage (Hersteller: KBR) installiert, die bei extrem hohen Verbrauchslasten die Endgeräte (beispielsweise in der Küche) abschaltet.

Im Bereich der Schalter und Steckdosen wählten die Architekten die Serie Modul 2 der Firma Berker, deren zurückhaltende Gestaltung sich unaufdringlich in die saubere Detaillierung des Gebäudes einfügt. In den Technik- und Feuchtbereichen griffen sie auf die Serie Aquatec von Berker zurück. -cv

Bautafel

Architekten: ASP Architekten Schweger + Partner, Berlin/Hamburg/Hannover
Projektbeteiligte: HL-Technik AG, Berlin (Elektroplanung); Eltec-KG, Berlin, jetzt: Eltec-Service-GmbH, Berlin (Elektrik Ausführung); Berker GmbH, Schalksmühle (Schalter); Berater-Fassade Michael Lange, Hannover (Fassade); Arbeitsgemeinschaft Montag/Zink, Biberach-Mettenburg (Ausführung Fassade); Trube + Kings Metallbaugesellschaft mbH, Borkheide (Ausführung Fassade)
Bauherr: DIHT, BDI, BDA (alle Berlin)
Fertigstellung: 1999
Standort: Breite Straße 25-29, Berlin-Mitte
Bildnachweis: ASP Architekten Schweger + Partner, Berlin