Drei Wohnhäuser in Arnsberg

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Energiesparende Bauweise mit Holz

Im Baugebiet Schäferweg in Arnsberg entstanden drei besonders energiesparende Häuser. In einer Reihe stehend markieren sie die südöstliche Ecke eines nach Norden deutlich abfallenden Planungsgebietes. Ihre Süd- und Ostfassaden bestehen aus massivem Stahlbeton und nehmen die Horizontal- und Vertikallasten des gesamten Systems auf. Nord- und Westfassaden sind als hochwärmegedämmte Holzelementwände mit einer Außenhaut aus Lärchenholzschindeln ausgeführt. Die Häuser werden von Süden erschlossen.

Die innere Struktur der Häuser ist nahezu identisch. Der Wohnbereich ist nach Süden orientiert, großzügig verglast und nimmt mit einem Höhenversprung den natürlichen Geländeverlauf auf. Die Erschließung der beiden Obergeschosse erfolgt über eine Treppe an der östlichen Außenwand. Schmale Lichtschlitze akzentuieren diesen Treppenraum. Im ersten Obergeschoss bestand die Möglichkeit, innerhalb eines Achsrasters von drei Metern zwei oder drei Einzelräume zu organisieren. An die Zimmer im zweiten Obergeschoss schließt eine nach Süden orientierte, nicht einsehbare Dachterrasse an.

Wärmedämmung/Energiekonzept
Da die Dämmebene bei der Holzkonstruktion innerhalb der Tragebene liegt, ergeben sich deutlich schlankere Bauteilquerschnitte als bei vergleichbaren Dämmstärken in Massivbauweise. Günstig wirkt sich außerdem die geringe Wärmeleitfähigkeit der Tragkonstruktion aus, sodass die Wärmebrückeneffekte minimiert sind. Bei entsprechend guter Detailgestaltung lässt sich sogar eine wärmebrückenfreie Konstruktion erreichen. Die Dämmung besteht aus brandschutztechnischen Gründen aus Mineralwolle.

Das Gebäude wird über eine Abluftanlage belüftet. Dabei saugt die Anlage die Abluft aus feuchtebelasteten Räumen wie Bädern und Küche ab, und frische Luft strömt über Außenluftdurchlässe in den Fenstern nach. Der Wärmebedarf wird über eine sechs Quadratmeter große Solaranlage zur Heizungsunterstützung und einen Gasbrenner gedeckt. Dieser Gasbrenner beheizt direkt den Pufferspeicher. Dadurch minimieren sich der elektrische Energiebedarf und die Wärmeverluste, außerdem benötigt die Anlage sehr wenig Platz zur Aufstellung. Eine Solaranlage deckt etwa 60% des Wärmebedarfs für Warmwasser und unterstützt die Heizung.

In Verbindung mit dem guten Wärmeschutz des Gebäudes führen die einzelnen Komponenten dazu, dass der Primärenergiebedarf des Hauses trotz der seit Baufertigstellung vergangenen Jahre die Vorgaben der Energieeinsparverordnung 2007 um 41% unterschreitet.

Bautafel

Architekt: Banz + Riecks Architekten, Bochum
Bauherr: Grundstücksgesellschaft Friedrich Bremke, Arnsberg
Baubeteiligte: Burkard Walter Büro für Bauwesen, Aachen (Tragwerksplanung); Solares Bauen, Freiburg (Haustechnik)
Fertigstellung: 2004
Standort: Flammberg 30, 32, 34, 59759 Arnsberg Hüsten
Bildnachweis: Banz + Riecks Architekten, Bochum

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