Loftcube - Mobile Wohnarchitektur in Berlin

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Schmutzabweisende Schlinge

Mit dem mobilen Loftcube entwickelte der Designer Werner Aisslinger eine mobile Wohneinheit für das „leere Grundstück" Flachdach. 36 m² misst die Wohneinheit, die individuell als Wohn- oder Office-Container einsetzbar ist und ganz nach Wunsch und Bedarf des Bewohners ausgestattet werden kann. Alle vier Außenwände können einzeln, partiell transparent, transluzent oder geschlossen gestaltet werden. Zur Lüftung dienen horizontale Holzlamellen. Auch die Aufteilung des Innenraums durch feste und verschiebbare Paneele bestimmt der Bauherr. Der in das Wandpaneel zwischen Küche und Bad integrierte Wasserhahn ist vom Spül- zum Waschbecken durchschwenkbar.

Nach den Vorstellungen Aisslingers werden die kompletten Wohncontainer per Lasthubschrauber oder per Mobilkran an- und abtransportiert werden. Dabei sind die Loftcubes für die allgemein übliche Dachbelastbarkeit ausgerichtet.

Boden
Die helle und offene Raumgestaltung im Innern zeichnet sich durch besondere Materialien aus. Der Fußboden sollte die freundliche, klare Farbabstimmung fortsetzen und wegen der unmittelbaren Anbindung an den Außenraum besonders schmutzabweisend und strapazierfähig sein. Mit diesen Maßgaben wurde für dieses Projekt eine besondere Teppichbodenqualität entwickelt: Die volumige Schlingenware Unit in Sandbeige wirkt behaglich und trotzdem modern. Ihr edler Glanzeffekt entsteht durch die Verbindung von matten und hochglänzenden Fasern zu gleichen Teilen.

Eine spezielle Hohlfaser-Konstruktion des eingesetzten Garns macht den Boden laut Hersteller widerstandsfähig gegen Schmutz. Für das Loftcube Home-Office wurden von Aisslinger verschiedene Bereiche durch unterschiedliche Teppichstrukturen markiert. Im Bereich der Relaxzone erzeugt ein Glanzlook Behaglichkeit, im Arbeitsbereich herrscht eine Webqualität mit sachlicher Anmutung und markanter Webstruktur vor. Die Bouclé-Struktur wurde für das Projekt in hellem Beige/Grau gestaltet.

Bautafel

Designer: Werner Aisslinger, Berlin
Projektbeteiligte: Vorwerk, Hameln (Bodenbelag)
Bauherr: Werner Aisslinger, Berlin
Fertigstellung: 2003
Standort: Präsentation des Prototyps im Sommer 2003 in Berlin, auf dem Dach von Universal Music Deutschland, Berlin
Bildnachweis: Vorwerk, Hameln