Stadthaus in Tübingen

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Betonoberflächen in Sichtbetonqualität

Mit dem im Tübinger Loretto-Areal auf einem Konversionsgelände erstellten Gebäude wurde der Typus des Stadthauses zeitgemäß neu interpretiert. Bei diesem kleinen Haus fällt insbesondere die ökonomische Nutzung des Grundstücks ins Auge. Auf einem 5,50 Meter schmalen und 94 Quadratmeter kleinen Grundstück zwischen zwei Brandwänden finden über 200 Quadratmeter Nutzfläche Platz, verteilt auf drei Loftetagen und einem Penthouse mit großzügiger Dachterrasse. Die drei Einheiten können über das Treppenhaus beliebig kombiniert und wahlweise zum Wohnen oder Arbeiten genutzt werden. Aus diesem Grund sind die Grundrisse nutzungsneutral entworfen, was sich auch in der Gliederung der Fassaden widerspiegelt. Das Tragwerk des Hauses ist eine Mischkonstruktion, bestehend aus Ortbeton und Mauerwerk.

Beton
Der Beton, nicht als Sichtbeton ausgeschrieben, aber trotzdem sehr sorgfältig mit neuen Schaltafeln verarbeitet, ist das hervorstechende Material der Innenraumgestaltung und trägt zum Charakter des Objekts bei. Die raue Betonoberfläche mit ihrer groben und kleinteiligen Schalung verleiht den Loftwohnungen den rauen Charme eines Industriebaus.

Bautafel

Architekten: Krisch + Partner, Tübigen
Projektbeteiligte: Steinhilber GmbH, Tübingen (Rohbau); H.-U. Ströbel, Tübingen (Statik); Tobias Efferenn, Tübingen (HLS-Planung); Günter Hölldampf, Stuttgart (Elektroplanung)
Bauherr: Rüdiger Krisch, Tübingen
Fertigstellung: 2003
Standort: Gölzstraße, Tübingen
Bildnachweis: Bundesverband der Deutschen Zementindustrie e.V., Berlin, Michael Rasche

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