Skisprungschanze Bergisel in Innsbruck/A

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Minimiertes Fugenbild

Hoch oben auf dem Bergisel thront die Skisprungschanze als neues Wahrzeichen der Stadt Innsbruck. Architektin Zaha Hadid (London/UK) beschreibt ihren Entwurf als einen Hybriden, in dem Sportstätte und öffentlicher Raum zu einer „organischen Einheit verschmelzen“.

Und so erscheinen Turm, Turmkopf und Schanze wie aus einem Guss und erstrecken sich dabei 90 Meter in die Länge und fast 50 Meter in die Höhe. 40 Meter über der Bergspitze endet die Fahrt mit einem der zwei schräg verlaufenden Aufzüge, welche in dem 7 x 7 Meter großen Betonschaft des Sprungturms nebst Fluchttreppenhaus untergebracht sind. Der auch als „Schlangenkopf“ bezeichnete stählerne Turmkopf beherbergt auf drei Geschossen Restaurant, Aussichtsplattform und Rettungsebene. Die Anlauframpe wurde stützenfrei über 68,5 m schiefe Länge mit bis zu 35° Neigung ausgeführt; sie besteht aus einem Stahlfachwerk-Trog mit Seilunterspannung.

Beton
Für den Neubau wurde die alte Schanze gesprengt und deren Fundamente entfernt. Die Konstruktion der stützenfreien Anlauframpe mit einer Spannweite von ca. 60 Metern wurde in Einzelteilen in die Stahlbetonauflager eingefädelt und vorgespannt. Danach wurd der Beton auf die Fahrbahnunterkonstruktion aus Trapezblech aufgebracht und die gesamte Unterspannung montiert.

Hadid nutzt den Baustoff Beton, um die unterschiedlichen Bereiche der Anlage - Rampe, Plattform und Turm - in eine elegante Großform zu gießen. Besonders beeindruckend sind die großen Flächen mit den abgerundeten Übergängen zwischen den einzelnen Flächen. Das Fugenbild wurde zugunsten eines extrem bündigen Flächeneindrucks minimiert.

Bautafel

Architekten: Zaha Hadid, London/UK
Projektbeteiligte: Jan Hübener (Projektleitung); Georg Malojer, Innsbruck (Bauaufsicht); Christian Aste, Innsbruck/A (Tragwerksplanung)
Bauherr: Österreichischer Skiverband/Bergisel Betriebsgesellschaft, Innsbruck/A
Fertigstellung: 2002
Standort: Bergisel bei Innsbruck, Österreich
Bildnachweis: Christian Richters, Münster

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