Heidelberg Instruments in Heidelberg

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Geschliffene Betonfertigteile

Der Hauptsitz des weltweit tätigen Produzenten von Laserwerkzeugmaschinen für den Elektronikindustriemarkt zeigt die spannende Lösung eines Industriebaus: funktional, klar in der Formensprache und ästhetisch. Auch mit den Vorgaben 'knappes Budget, kurze Bauzeit und niedrige Folgekosten' konnte ein Gebäude realisiert werden, das sich deutlich von anderen Gewerbebauten unterscheidet. Eine Betonfassade ruht über einem Glaskörper und stellt scheinbar die Schwerkraft in Frage. Auf fünf Geschossen wurden eine große Montagehalle, Reinraumlabore, Lager und Werkstätten sowie Verwaltungs-, Büro- und Entwicklungsbereiche auf insgesamt 4.000 Quadratmeter Fläche geschaffen.

Beton
Unbehandelte Stahlbetonfertigteile übernehmen die Tragkonstruktion und zeigen die Struktur des Gebäudes. Auch die Technikinstallationen bleiben zum Teil sichtbar. Für die Fassade kamen neben einem zweischaligen Profilbauglas anthrazit eingefärbte, geschliffene Betonfertigteilelemente zum Einsatz.

Geschliffener Beton bekommt durch das Schleifen eine glatte Oberfläche. Das Füllmaterial wird angeschliffen und trägt dadurch einen Großteil zur Farbgebung und Optik bei. Durch den Einsatz einer Schleifmaschine wird die Zementhaut und die Gesteinskörnung an- bzw. abgeschliffen. Zum Schutz der angegriffenen Oberfläche wird anschließend eine Lasur aufgetragen.

Bautafel

Architekten: Schröder Stichs Volkmann, Heidelberg
Projektbeteiligte: Pilkington AG, Schmelz/Saar (Glashersteller), Oberwegner, Dietenheim (Haustechnik)
Bauherr: Heidelberg Instruments Mikrotechnik GmbH, Heidelberg
Fertigstellung: 2000
Standort: Tullastraße 2, Heidelberg
Bildnachweis: Glaszentrum Schweikert, Heilbronn

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