Geschäftshaus Römischer Hof in Berlin

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Ausstellungsräume in Sichtbeton

Nach Sanierung und Umbau des denkmalgeschützten Geschäftshauses „Römischer Hof“ des Potsdamer Büros Axthelm und Frinken entstanden 9.000 Quadratmeter Büroflächen. Das Gebäude war 1910 von den Architekten Berndt & Lange am Berliner Boulevard Unter den Linden als Bürohaus errichtet worden. Die Hälfte der Fläche nimmt ein Tochterunternehmen der Mailänder Messe ein, deren Konzept die Einrichtung von Ausstellungsräumen im Erd- und 1. Obergeschoss vorsieht. Hier sollen in einer Art „Schaufenster“ italienische Produkte und Leistungen ausgestellt werden.

Eine Besonderheit des Gebäudes ist der durch eine Luftmine verursachte Schaden im hinteren Teil des Gebäudes. Dieser Bombenschaden wurde im Zuge der Gebäudesanierung durch einen modernen Glaseinschub geschlossen, mit dem das Gebäude ein unverwechselbares Gesicht erhält.

Beton
Die Wände der Schauräume in den öffentlichen Bereichen im Erd- und 1. Obergeschoss sind in Sichtbeton ausführt. Hier wird die Materialität von den Oberflächen des dunkelgrauen Betons bestimmt.
Die glatte Oberfläche der geschossweise fugenlos betonierten Wand wurde durch eine nicht saugende Schalung erreicht. Die wolkenartige Struktur der Oberflächen wurde durch Veränderung des Wasserzementwertes (w/z-Wert) herbeigeführt. Dieser Wert ist außerdem bei der Farbgebung des Betons von entscheidender Bedeutung.

Bautafel

Architekten: Axthelm und Frinken, Potsdam
Projektbeteiligte: Wiemer & Trachte AG, Berlin (Generalunternehmer); Bernhard Marx, Berlin (Akustik); Betonstahl Leipzig, Großlehna (Betonstahl)
Bauherr: Vivico Real Estate, Frankfurt/Main
Fertigstellung: September 2006
Standort: Unter den Linden 10, Berlin
Bildnachweise: Vivico Real Estate, Frankfurt/Main

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