Burda-Parkhaus in Offenburg

Bildergalerie | 1 | 2 | 3 | 4 |

Rundling mit filigraner Schale und hartem Kern

Das 2002 fertig gestellte Parkhaus bezieht seinen Reiz aus dem Kontrast seiner beiden unterschiedlichen Schalen: Der äußeren, transparenten Seilfassade und einer massiven Sichtbeton-Rotunde im Kern.
Als "Rundling" liegt dieses Bauwerk eingebettet in der Landschaft - alle Bauteile auf ihr Minimum beschränkt - in Harmonie mit Umgebung und Bewuchs. Allein die Rampenerschließung ist ein erlebnisreicher Weg in seiner Dynamik, Einfachheit, Materialität aber auch dem Ausblick.
Die Parkebenen sind übersichtlich und deren Tragelemente wie Stützen und Rippenunterzüge konzentrisch auf das innere Auge gerichtet. Das letzte Parkdeck ist, wie auch die Fassade, von einer Filigrankonstruktion aus Stahlseilen und hölzernen Rippen in einer Weise überspannt, dass Licht und Schatten zur Wegführung beitragen. Das Fahren wird letztlich zu einem auch poetischen und gleichermaßen ästhetischen Gesamtereignis.

Beton
„Beton in seinen Eigenschaften von Tragen, Raum bilden und in seiner Haptik wurde hier vorbildlich eingesetzt und verarbeitet. Er findet zusammen mit den übrigen Materialien ein Ebenmaß wohltuender Ruhe“, heißt es in der Jurybegründung zum Architekturpreis Beton 2003, mit dem der Bau ausgezeichnet wurde. Neben Fertigteilen für die Decken wurde eine fugenlos gegossener Ortbetonrotunde mit minimalistischem Schalbild und extrem glatter Oberfläche realisiert.

Bautafel

Architekten: Ingenhoven und Partner, Frankfurt
Projektbeteiligte: Werner Sobek Ingenieure, Stuttgart (Tragwerksplaner); Wolff & Müller, Stutgart (Baufirma)
Bauherr: Hubert Burda Media, Offenburg
Fertigstellung: 2002
Standort: Hauptstraße 130, Offenburg
Bildnachweis: Bundesverband der Deutschen Zementindustrie e.V., Berlin

Architektenprofil

Ingenhoven Architects
Standort in Google Maps anzeigen