Atriumhaus in Trier

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Klare Kubatur in römischer Tradition und Sichtbeton

Anlässlich einer Bauausstellung im Rahmen der Landesgartenschau entstand in Trier ein modernes Wohnhaus ganz aus Sichtbeton. Mit seiner klaren Kubatur knüpft das Gebäude in exponierter Lage an die historische römische Baukultur an, die in der Stadt allgegenwärtig ist. Das Architekturbüro Denzer & Poensgen konzipierte das Haus mit innen liegendem Atrium in enger Abstimmung mit dem Bauherrn. Von Außen nach Innen führen durchdachte Raumfolgen in kommunikative und private Bereiche. Die Funktionen Küche, Essen und Wohnen öffnen sich zum ruhigen, geschützten Innenhof hin. Von hier aus führt eine Treppe zur Dachterrasse, die einen weiten Blick über die ehemaligen römischen Tempelanlagen bietet.

Der private Trakt mit Gäste- und Schlafzimmern erlaubt Rückzugsmöglichkeiten. Hier schaffen verglaste Fronten einen fast nahtlosen Übergang zur Dachterrasse, die von außen nicht einsehbar ist.

Beton
Für die präzise Konstruktion des rechteckigen Gebäudes mit seinen exakt gesetzten Fenster- und Fassadenausschnitten wählten die Architekten zweischalige Betonwände mit 10 cm dicker Kerndämmung.
Alle Außenwände und ein Großteil der Innenwände wurden in glattem Sichtbeton mit geordneten Fugenstößen, exakt angeordnetem Ankerbild und scharfen Eckausbildungen ausgeführt. Dabei standen das Formenspiel und der Rhythmus der Platten und Anker im Vordergrund. Alle Abmessungen folgen konsequent der Lehre des Goldenen Schnitts.

Zum Schutz gegen Verwitterung wurde der helle Beton nachträglich hydrophobiert.

Bautafel

Architekten: Denzer & Poensgen, Köln
Projektbeteiligte: Döring und Partner, Bedburg (Tragwerksplaner); Schmitz Hoch- und Tiefbau, Großlittgen (Bauausführung); Deutsche Doka, NL Bonn (Schalungstechnik)
Bauherr: privat
Fertigstellung: 2005
Standort: Trier
Bildnachweis: Denzer & Poensgen, Köln