Ostbahnhof Berlin

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Maschinenraumlose Antriebstechnik mit 2.000 kg Tragkraft

Der Berliner Ostbahnhof wurde schon häufig umgebaut und ebenso oft auch umbenannt. So taufte die Deutsche Reichsbahn den Bahnhof 1987 "Hauptbahnhof". Die Bezeichnungen "Frankfurter Bahnhof" und "Schlesischer Bahnhof" sind ebenfalls in den Annalen des heutigen Ostbahnhofs zu finden.

Die letzten Umbauarbeiten zwischen 1998 und 2000 haben das heutige Bild eines modernen ICE-Bahnhofs mit Glasfassade geprägt und den Bahnhof zu eine "Drehscheibe" im Berliner Ostteil werden lassen. Neben verschiedenen Shops befinden sich im Bahnhof auch kleine Kneipen, Büro- und Hotelbereiche. Insgesamt gibt es 55.000 Quadratmeter Nutzfläche zum Einkaufen, Arbeiten und Übernachten.

Zur Moderniserung der Bahnsteigverbindungen zu S-Bahn, Regionalzug und ICE wurden nun im Jahre 2004 auch die Aufzugsanlagen komplett erneuert. Großen Wert legte der Auftraggeber auf eine vandalismusresistente und behindertengerechte Ausführung.

Fördertechnik/-gestaltung
Die alten hydraulischen Aufzugsanlagen wurden gegen neue maschinenraumlose Seilaufzüge vom Typ GEN2 ED ausgetauscht. Die Fahrgeschwindigkeit ist jetzt bei gleichem Energiebedarf fünf mal so hoch wie vorher.
Der Umbau musste im laufenden Betrieb (die Bezeichnung der Bahn hierfür lautet "bei rollendem Rad") erfolgen.

Insgesamt befinden sich 4 neue getriebelose Seilaufzüge im Ostbahnhof:
Personenaufzüge nach "DB-Standard" mit einer Tragkraft von 2000 kg, Fahrgeschwindigkeit 1,0 m/s, Förderhöhe 5 m, 2 Haltestellen.

Bautafel

Architekten: Becker Gewers Kühn & Kühn, Berlin
Projektbeteiligte: OTIS Aufzüge GmbH & Co. OHG, Berlin
Bauherr: Deutsche Bahn AG
Fertigstellung: 2004
Standort: Ostbahnhof, Berlin
Bildnachweis: Gewers Kühn & Kühn (1), OTIS Aufzüge GmbH & Co. OHG, Berlin (2-4)