Informatik-Fakultät der TU in Dresden

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Faserzementplatten für die Raumakustik

Der Neubau der Fakultät für Informatik an der TU Dresden liegt an der Nöthnitzer Straße auf dem Universitätscampus. Es ist das erste realisierte Gebäude der Architekten Ulf Zimmermann und Code Unique, die sich für den entsprechenden Wettbewerb zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengetan hatten, und das Projekt nach einer Erstplatzierung gemeinsam weiter planten. Der Neubau beherbergt auf 8.600 m² mehrere Rechner-, Seminar- und Übungsräume sowie Forschungslabors und Büros. Der Bauherr legte Wert auf eine barrierefreie Ausstattung wie auch auf ein separates Rechenzentrum mit 24-Stunden-Betrieb.

Der mäandrierende Komplex orientiert sich nach mehreren Seiten, da seine Flügel sich abwechselnd um einen Innenhof und eine zentrale Halle legen. Die zentrale Halle mit großen Glasflächen ragt über die viergeschossigen Gebäudeflügel hinaus. Im Erdgeschoss des Innenhofs ist das Rechenzentrum untergebracht, das mit einem Gründach versehen ist. Die Gebäudeflügel sind im Erdgeschoss vollständig verglast und in den oberen vier Stockwerken mit geschosshohen Fenstern versehen, die in unregelmäßigen Abständen mit geschlossenen Flächen alternieren und so einen Barcode assoziieren lassen.

Akustik
Die harten Materialien auch des Innenausbaus - Glas, Beton, Epoxidharzböden, Streckmetallscreens - machten die Zusammenarbeit mit einem Raumakustiker erforderlich, um die Hallwirkung der Räume zu minimieren.
In der Fassade werden horizontale, mit grünem Farbglas verkleidete Brüstungsfelder durch große, senkrecht stehende Tafeln aus dunkel durchgefärbten Faserzementplatten überlagert. Aus akustischen Gründen wurden diese - beispielsweise in der Halle - perforiert. Mit Streckmetall-Paneelen verkleidete Wände verstecken im Inneren die Akustikpaneele und Wandschränke.

Bautafel

Architekten: Ulf Zimmermann und Code Unique Architekten, beide Dresden
Projektbeteiligte: S&P Sahlmann Planungsgesellschaft für Bauwesen mbH, Leipzig (Tragwerksplanung); GESA mbH, Dresden (Heizung, Lüftung, Sanitär); Akustik Bureau Dresden (Raumakustik)
Bauherr: Freistaat Sachsen vertreten durch das Staatsministerium der Finanzen
Fertigstellung: Fertigstellung Juni 2006
Standort: Nöthnitzer Straße, Dresden
Bildnachweis: TU Dresden

Architektenprofil

Code Unique
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