Taktschiebeverfahren/Taktschieben

Bildergalerie | 1 |

Das Taktschiebeverfahren ist eine Methode zur Herstellung von Brückenüberbauten. Bevorzugt eingesetzt wird dieses Verfahren beim Überbrücken von tiefen Tälern, d.h. bei großen Pfeilerhöhen und Überbaulängen von mehreren hundert Metern.

Eine Besonderheit ist die Herstellung der einzelnen Betonierabschnitte. Diese werden in Anlehnung an eine industrielle Fertigung auf einer Talseite immer an der gleichen Stelle geschalt, bewehrt und betoniert. Die Fertigungsstätte ist in der Regel wetterfest „eingehaust“ und geschützt.

In der Regel werden Wochentakte, daher der Name, gefertigt mit einer Abschnittslänge von ca. 20 bis 35 m, je nach Brückenlänge und Pfeilerabstand. Die einzelnen Abschnitte werden im Wochentakt direkt aneinanderbetoniert und nach Erhärtung und Vorspannung mit leistungsfähigen Hydraulikhebern aus der Schalung über das Tal geschoben. Zur Überbrückung des ersten Pfeilerabstandes und zur Verkürzung der freien Spannweiten zwischen den Pfeilern dient ein sogenannter „Vorbauschnabel“.

Der Überbauquerschnitt ist in der Regel ein Hohlkasten, der in Abschnitten betoniert wird. Die Fahlbahnplatte mit Kragarmen bildet die Decke des Hohlkastens. Diese wird innenliegend geschalt und die Schalung dann weiter in den nächsten Abschnitt verschoben.