Fassaden Atlas

Thomas Herzog, Roland Krippner, Werner Lang

Birkhäuser Verlag, Basel 2004
319 Seiten, 1.227 Abbildungen, davon 471 in Farbe, gebunden
Preis: 123,37 EUR

ISBN 978-3-7643-7031-2

Nach einem kurzen einleitenden Essay zur Funktion, Ausprägung und Entwicklung der Gebäudehülle behandelt der Fassaden Atlas ihre wichtigsten Eigenschaften, Konstruktionsarten und Materialien. Grundsätzlich und verständlich werden die an sie gestellten Anforderungen erläutert und aufgeführt, was sie kann und was sie leisten muss. Die möglichen strukturellen Prinzipien werden ebenso beschrieben, wie die Funktionsweise der Lastabtragung und wie sich die Elemente zusammenfügen. Verdeutlicht werden die Angaben durch zahlreiche Grafiken.

Ein Kapitel zu Rändern und Öffnungen behandelt Prinzipien der Belichtung und Belüftung, ein weiteres ist bauphysikalischen Planungshinweisen gewidmet. Darin gibt es einen kurzen Überblick über Systeme zur besseren Nutzung von Tageslicht, zu Sonnen- und Blendschutz.

Der größte Teil des Buches aber ist aufgeteilt in Abschnitte zu den einzelnen Materialien Naturstein, Tonstein, Beton, Holz, Metall, Glas und Kunststoff. Jeder Werkstoff wird hinsichtlich seiner Herkunft, seiner Eigenschaften und Verarbeitungsmöglichkeiten anschaulich mit Bildern dargestellt. Im Anschluss folgt eine Reihe ausgewählter und herausragender Bauwerke - so der Kulturspeicher in Würzburg mit einer Hülle aus Sandsteinlamellen, die Münchner Pinakothek der Moderne mit ihrer Sichtbetonfassade, das Museum Kalkriese in Bramsche mit einer Haut aus wetterfestem Stahl oder das Kaufhaus Hermes in Tokio mit einer Fassade aus Glasbausteinen. Aber auch kleinere und sehr ungewöhnliche beispielhafte Bauwerke sind dabei.

In einem weiteren Kapitel werden mehrschalige Gebäudehüllen aus Glas behandelt und auch dafür beispielhafte Bauten vorgestellt. Speziell um Sonnenschutz und insbesondere Fensterläden in verschiedener Form geht es unter der Überschrift Manipulatoren. Hier werden eine Reihe von Wohnhäusern, aber auch Verwaltungsgebäude wie die Handelsbank in Unterschleißheim vorgestellt. Das letzte Kapitel befasst sich mit Fassaden, die mit Solartechnik gestaltet sind.

Der Atlas eignet sich als Nachschlagewerk für Architekten, Studenten und Interessierte und gibt einen grundsätzlichen Einblick sowie Anregungen für die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten der Gebäudehülle. Vertiefende Informationen zu den einzelnen Materialien, Konstruktionsmöglichkeiten oder beispielsweise zum Sonnenschutz liefert er nicht. -us

Surftipps

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www.baunetzwissen.de/Beschlaege > Pinakothek der Moderne