Wörterbuch Design

von Michael Erlhoff und Tim Marshall (Hrsg.)

Begriffliche Perspektiven des Design
Birkhäuser Verlag, Basel 2008

1. Auflage, 468 Seiten, 23,5 cm Format
Preis: 39,90 EUR

ISBN 978-3-7643-7738-0

Das Wörterbuch bietet die Grundlage für einen ernsthaften internationalen Diskurs über Design. Es wendet sich an alle, die mit Design beruflich und in der Ausbildung zu tun haben, sich dafür interessieren oder Design begreifen wollen. 110 Autorinnen und Autoren u.a. aus Japan, Österreich, England, Deutschland, Australien, der Schweiz, den Niederlanden und aus den USA haben für dieses Wörterbuch Beiträge geschrieben. Bei aller kulturellen Differenz bieten sie mögliche Erörterungen an, sich über wesentliche Kategorien des Design und damit grundlegend über Design zu verständigen. Das Buch umfasst sowohl die teilweise noch jungen Begriffe aktueller Diskussionen als auch Klassiker der Design-Diskurse. Ein Buch, das sowohl Wissenschaftscharakter hat als auch ein Buch zum Blättern und Lesen ist. (Verlagsinformation)

Beim ersten Aufschlagen ist man verwundert und ein wenig enttäuscht: denn anstelle eines "typischen" Wörterbuches, bei dem Begriffe aufgelistet und knapp definiert werden, gibt es hier zu den Begriffen oft Erläuterungen über mehrere Seiten. Das schreckt ab. Aber wenn man sich darauf einlässt zu lesen, stellt man fest, dass sich das lohnt. Denn erst die ausführliche Beschreibung ermöglicht die Erläuterung der Begriffe in einem Zusammenhang - bei schlichter Definition mit einem Satz würde man der Komplexität einfach nicht gerecht. Und im Unterschied zu technischen Begriffen lassen sich die Begriffe aus dem Bereich Design eben gerade nicht auf prägnante Definitionen reduzieren.

Es ist interessant, etwas mehr zu Begriffen wie "Gute Form" oder "Interior Design" im Zusammenhang mit den geschichtlichen Hintergründen zu erfahren - endlich kann man dabei mitreden... Und sympathisch, dass unumwunden zugegeben wird, dass man gerade den Begriff "Design" nicht allgemeingültig definieren kann. Offen bleibt allerdings das Vorgehen bei der Auswahl der Begriffe. Denn warum gerade "Added value", "Globalisierung" oder "Präsentation" ihren Weg in das Wörterbuch fanden, erschließt sich dem Leser nicht. (js)

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