Bauen mit Membranen

Klaus-Michael Koch
Prestel, Verlagsgruppe Random House, München 2004
1. Auflage, 264 Seiten mit 306 farbigen und 247 s/w Abbildungen, Format 24 x 30 cm, mit Leinen gebunden
Preis: 89,00 EUR
Es macht Spaß, diesen in helles Leinen gebundenen Band mit einem Fenster auf der Vorderseite zu öffnen und die beigelegten Materialien, silbernes Gewebe und bedruckte Folie, anzufassen. Ein guter Einstieg für den Autor, der mit dem Buch Bauen mit Membranen „Architekten und Ingenieuren, aber auch Politikern und Ökonomen aufzeigen (will), dass das Bauen mit Membranen aus dem Schatten weniger Pionierleistungen heraustreten kann."
So beginnt das Buch mit einem begeisterten Plädoyer William Taylors „Für eine Membranarchitektur", in der von seiner persönlichen Faszination am klaren Aufbau, der Leichtigkeit, Offenheit und Dynamik, der Harmonie und Eleganz dieser Architektur die Rede ist. Anschaulich und recht ausführlich widmet sich dann Karl J. Habermann der Geschichte des Membranbaus - angefangen bei frühen überlieferten Zelt- und Schirmkonstruktionen über solche von Le Corbusier und Frei Otto bis hin zu Klimahüllen und jüngsten pneumatischen Konstruktionen.
Der zentrale und umfangreichste Teil des Buches ist den Konstruktionen und Techniken gewidmet: Zunächst geht es um die Materialien, ihre Zusammensetzung und Eigenschaften. Schöne Bilder verdeutlichen die feinen Unterschiede. Es folgen Anschlüsse und Verbindungen, Formen und Konstruktionen sowie ein Kapitel über die primären Tragwerke von Membranbauten. Nach den Berechnungsgrundlagen solcher Konstruktionen schließt der konstruktive Hauptteil des Buches mit der „Planung und Entwicklung von Details" ab, die wiederum durch Fotos und Grafiken veranschaulicht sind.
Eine Auswahl kleiner und großer, internationaler Membranbauten, darunter das Amt für Abfallwirtschaft in München und das Gottlieb-Daimler-Stadion in Stuttgart, aber auch weniger bekannte und charmante Beispiele „fliegender Dächer" runden dieses unterhaltsame und zugleich hintergründige Buch ab. -us
