Aktivhaus – Das Grundlagenwerk

Manfred Hegger u.a.

Vom Passivhaus zum Energieplushaus
Callwey Verlag, München 2013
288 Seiten, 612 Fotos, Pläne, Illustrationen und Tabellen, 23 x 29,7 cm, gebunden
Preis: 120 EUR

ISBN 978-3-7667-1902-7

Durch die Novellierung der Energieeinsparverordnung werden die energetischen Anforderungen an Neubauten weiter verschärft. Neben der Senkung des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen soll vor allem auf den Einsatz fossiler Energieträger verzichtet werden. Während sich Passivhäuser bereits etabliert haben, sind Aktivhäuser noch nicht allen geläufig. Dieser Gebäudetyp beschreibt die Weiterentwicklung bisheriger Gebäudenenergie-Standards, die Ziele sind dabei ebenfalls gebäudeinterne Energieverluste und -verbrauch zu minimieren, die passive Nutzung der Sonnenenergie, der Einsatz regenerativer Energiequellen und die Energieerzeugung über die Gebäudehülle.

Wie ein solches Gebäude funktioniert und wie es sich planen lässt, ist Thema des Buches Aktivhaus – das Grundlagenwerk, welches von einem Autorenteam um den Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltig Bauen (DGNB) Manfred Hegger verfasst worden ist. Neben der Vermittlung von Grundlagenwissen und Planungshinweisen wird anhand von 14 Projekten aus den Bereichen Modernisierung und Neubau der beispielhafte Umgang Energie einsparender Maßnahmen aufgezeigt.

In mehreren Beiträgen versuchen Vertreter aus Politik, Lehre, Forschung und Architektur aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Frage zu beantworten, wie energieeffizientes Bauen künftig realisiert werden kann. Der erste Beitrag stammt vom Bau- und Verkehrsminister Peter Ramsauer, der viele Zahlen und KfW-Programme auflistet und die Werbebtrommel für das von der Bundesregierung unterstützte Energieeffizienzhaus Plus rührt. Das genannte Objekt wurde nach Plänen von Werner Sobek realisiert und so vergleicht der Stuttgarter Architekt im anschließenden Beitrag die Passiv- mit der Aktivhaustechnologie. Er kommt zu dem Schluss, dass nicht nur der Gesamtenergieverbrauch gesenkt, sondern darüber hinaus die einhergehende Konstruktionsweise in Bezug auf verbrauchte Baustoffmenge reduziert und alle verwendeten Materialien möglichst technischen oder natürlichen Kreisläufen zurückgeführt werden sollten.

Aus dem Inhalt:

  • Positionen:
    Das Prinzip Aktivhaus (Werner Sobek)
    Architektur und Verantwortung (Interview mit Thomas Herzog)
    Pionierleistungen solarer Architektur (Interview mit Rolf Disch)
    Zehnkampf für die Zukunft (Maud Joppien)
    Kraftwerk statt Verschwender (Steffen Lehmann)
  • Planung:
    Grundlagen und Bilanzierung
    Aktivhäuser entwickeln
    Instrumentarium (Photovoltaik, Solarthermie, Geothermie, Wärmepumpe)
  • Projekte: Ein- und Mehrfamilienhäuser, Nichtwohngebäude
  • Perspektiven: Vom Aktivhaus zur Aktivstadt, Leitbild nachhaltiges Bauen
Zahlreiche farbige Fotos, Tabellen und Schemata, die z.B. die Prinzipien der Wärmeübertragung mittels Bauteilaktivierung oder die verschiedenen Arten der Wärmerückgewinnung aufzeigen, dienen dem besseren Verständnis. Das Buch bündelt die vielen bekannten Aspekte des energieeffizienten Bauens und richtet sich als Leitfaden an Architekten, Planer und Bauherren.