Dämmen im Dach nach EnEV

Michael Balkowski
Dimensionierung, Materialien, Ausführung
Bruderverlag Albert Bruder, Köln 2010
136 Seiten mit 104 Abbildungen und 218 Tabellen, Format 21 x 29,7 cm, gebunden
Preis: 59,- EUR
Bei der Sanierung von Dächern im Bestand wird hinsichtlich des Wärmeschutzes zwischen Flachdach und Steildach unterschieden. Dabei gibt die Energieeinsparverordnung 2009 für Steildächer bzw. Decken unter unbeheizten Dächern einen max. U-Wert von 0,24 W/m²K (für normale Wohngebäude), für Flachdächer jedoch einen max. U-Wert von 0,20 W/m²K vor. Aber nicht nur an den Wärmeschutz werden Mindestanforderungen gestellt. Auch hinsichtlich der Luftdichtigkeit, des Feuchteschutzes und der Ausführung sind bestimmte Vorgaben einzuhalten.
Da die erforderliche Dämmung bei einer Dachsanierung vom bisherigen Aufbau des Bauteils abhängt, sind vom Auftragnehmer U-Wert-Berechnungen aufzustellen. Denn nach der EnEV 2009 hat der Unternehmer, der Dämmmaßnahmen vornimmt, dem Auftraggeber die Einhaltung der Vorgaben in der Unternehmererklärung zu bestätigen. Durch ein umfangreiches Tabellenwerk im Fachbuch Dämmen im Dach nach EnEV will Autor Michael Balkowski diese U-Wert-Bestimmung erleichtern. Anhand zahlreicher möglicher Dachaufbauten - getrennt nach Steildach, Flachdach und oberster Geschossdecke - unter Berücksichtigung der jeweiligen Baujahre und der ermittelten Luftdichtigkeit können die zu untersuchenden Bauteile hinsichtlich ihres alten U-Wertes zugeordnet und die neuen U-Werte durch Festlegung einer Dämmstoffdicke bestimmt werden. Farbige Markierungen geben an, ob die Anforderungen nach EnEV 2009 eingehalten werden.
Das Buch kann für Planer, ausführende Gewerke und Bauherren der zu sanierenden Dächer hilfreich sein, sofern sie den tatsächlichen Dachaufbau in den Tabellenwerken wiederfinden. Dennoch muss beachtet werden, dass dies nur einen Rückschluss auf das Bauteil Dach zulässt, eine Gesamtbetrachtung des Gebäudes aus energetischer Sicht erfolgt dadurch nicht. Das Buch eignet sich jedoch zur Erstellung eines schnellen Überblicks über die jeweilige Bausituation sowie erste Sanierungsvorschläge.
