Der praktische Fensterbauer

von August Graef

Reprint von 1874 "Werkzeichnungen aller vorkommenden Tischlerarbeiten theilweise in Verbindung mit Glaserarbeiten"
Edition "libri rari" Verlag Th. Schäfer im Vincentz Verlag, Hannover 2003

1. Auflage des Reprints von 1874, 84 Seiten, Format 24 cm x 28 cm, 34 Tafeln, 250 Abbildungen, fester Einband
Preis: 30,00 EUR

ISBN 3878706707

"Ein Fenster, welches allen Anforderungen entspricht, weder Wind noch Nässe durchläßt und von untadeliger Arbeit ist, gehörte früher in vielen Städten zu den Meisterstücken des Tischlers. (...) Mit dem Wunsche, dass diese Mustersammlung einem Bedürfnisse entgegenkomme und abhelfe, möge sie sich einer gütigen Beurtheilung zu erfreuen haben, und allen Fachgenossen angelegentlich empfohlen sein." August Graef 1874

In der Edition "rari libri" werden historische Muster- und Vorlagenbücher nachgedruckt, die normalerweise nur noch in spezialisierten Antiquariaten zu finden sind, zu ihrem Erscheinungsdatum jedoch vielbenutzte Arbeitsmaterialien waren. Wie Dietrich Gärtner vom Deutschen Zentrum für Handwerk und Denkmalpflege (Propstei Johannesberg, Fulda) in seinem Vorwort zum Reprint anmerkt, sind derartige Muster- und Vorlagenbücher heute jedoch unverzichtbare Quellen für die Rekonstruktion und Reparatur historischer Gebäudeelemente.

August Graef zeigt auf 34 sogenannten Tafeln akribisch gezeichnet Details, Profile und Querschnitte von Fenstern, Fensterteilen und Zusatzelementen, wie sie in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts gängig waren. Neben den Bauanleitungen für "klassische" Fenstertypen wie Colonnaden-Fenster, Salon-Fenster - oft mit Buntglasverzierungen - und zahlreichen Varianten für Bogenfenster lassen sich ganz erstaunliche Details entdecken wie Konstruktionen für in die Flügel integrierte und schwenkbare Jalousien oder gar Fenster, "welche oben kreisrunde Oeffnungen zum Behuf der Lüftung und Ventilation haben (...) erstere hat ein zartes Holzrähmchen mit Glas zum Verschluss (...) beide Rähmchen sind am besten mit einer bunten Glastafel in welche passende Verzierungen geschliffen sind, zu versehen".

Als Ergänzung zu diesem Buch empfiehlt sich das ebenfalls von Edition "libri rari" herausgegebene Reprint von 1899 "Die Bauschreinerei" von Theodor Krauth und F. S. Meyer.