Building with Water

Zoë Ryan
Concepts Typology Design
Birkhäuser Verlag, Basel 2010
1. Auflage, 160 Seiten mit 280 Abbildungen, davon 240 in Farbe, Hardcover, in englischer Sprache
Preis: 64,09
Wasser ist essenziell für alles Leben auf der Erde. Als Trinkwasser stellt es eine kostbare und knappe Ressource dar, für deren Erschließung, Bewahrung, Wiederverwertung und Reinigung nach immer neuen Möglichkeiten gesucht wird. Zugleich steigt weltweit die Anzahl und Intensität von Flut- und Hochwasserkatastrophen und mit ihnen die Bedrohung für Menschen in vielen Regionen der Erde. Das Buch Building with Water behandelt die Bedeutung des Elements Wasser umfassend und befasst sich sowohl mit seiner Einbindung in den öffentlichen Raum als auch mit Vorschlägen zum Umgang mit Überflutungsgefahren.
So beschreiben Dieter Grau und Zeljka Carol Kekez in einem Artikel die Wiederentdeckung der Uferkanten und Hafenareale beispielhaft an Städten wie Barcelona, Hamburg oder Oslo. Sie betonen, dass die wesentliche Grundlage solcher städtebaulichen Planungen eine nachhaltige Entwicklung der Flächen und der Respekt vor natürlichen Ressourcen sei.
Anhand verschiedener Planungen in den Niederlanden erläutert Chris Zevenbergen Konzepte für das Wohnen am Wasser und wie es vor Überflutungen gesichert werden kann: Da beginnen Häuser bei Hochwasser zu schwimmen, spezielle Rückhalteflächen sind von Anfang an mit eingeplant.
Es folgt ein Überblick zu verschiedenen Typologien von Gebäuden am Wasser – von Kunst und Kultur über Erholung und Wohnen bis hin zu Industrie und Infrastruktur. Gerade auf dem Gebiet der Erholung zeigt sich Wasser als unersetzlich: Dazu gehört das entspannte Sitzen auf einer Bank am Fluss ebenso wie zahllose Sportarten, insbesondere Schwimmen und Bootfahren oder auch Gastronomie an Uferkanten, in Hafen- und Strandgebieten. Elementar für das Bauen mit Wasser sei die Wechselwirkung mit dem Element, der Dialog mit dem Kontext, der eine Schlüsselfunktion für die Architektur übernehme.
Im Anschluss an diese eher grundlegenden und allgemeinen Betrachtungen zum baulichen Umgang mit Wasser folgt in der zweiten Hälfte des Buches eine Auswahl gebauter und ungebauter Projekte. Von schwimmenden Häusern über Strand- und Hafenbäder bis hin zu den Opernhäusern in Oslo oder Kopenhagen wird hier Architektur vorgestellt, deren Form und Funktion direkt mit einem Fluss, einem See, Hafenbecken oder dem offenen Meer verbunden ist. Die Gebäude werden auf zwei bis sechs Seiten mit Texten, Fotos oder Renderings sowie wenigen Plänen erläutert. Das Buch richtet sich an alle, die sich mit dem Bauen im und am Wasser beschäftigen und bietet dazu einen schön bebilderten, zusammenfassenden Überblick; vertiefende technische Informationen oder Details sind hier weniger zu finden. -us

